Koalitionsausschuss: Wegweisende Entscheidungen in Berlin erwartet
Die deutsche Politik blickt gespannt auf das Treffen der Koalitionsspitzen, bei dem CDU, CSU und SPD entscheidende Weichenstellungen vornehmen möchten. Alexander Hoffmann, der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag, äußerte die Hoffnung, dass ein „Koalitionsausschuss der Ergebnisse“ bevorsteht. Während in der Vergangenheit viele Themen entwickelt wurden, sollen nun strittige Punkte unter Einbeziehung der Parteichefs gelöst werden. Im Fokus stehen unter anderem die Reform des Bürgergelds sowie die Finanzierung dringend notwendiger Verkehrsprojekte.
Besonders Jens Spahn von der CDU betonte die Notwendigkeit, baureife Projekte sowohl im Schienen- als auch im Straßenverkehr in den kommenden Jahren tatsächlich umzusetzen. Gerade bei der Finanzierung neuer Bauprojekte sind zuletzt einige Herausforderungen ans Licht getreten. Ein weiterer Tagesordnungspunkt wird die Vorbereitung auf den Autogipfel unter der Leitung von Kanzler Friedrich Merz sein, der mit Vertretern der Automobilbranche die Zukunft diskutieren möchte.
Matthias Miersch von der SPD geht davon aus, dass der Koalitionsausschuss Lösungen in den aktuellen Streitpunkten finden wird, auch wenn er nicht näher darauf einging, worum es dabei konkret geht. Bärbel Bas, die Vorsitzende der SPD, möchte ebenfalls über die Auto- und Stahlindustrie sprechen – mit einem klaren Fokus auf die Sicherung der Industriearbeitsplätze und deren Zukunftsfähigkeit.
Kurz vor einer Sitzung der Unionsfraktion hob Spahn hervor, dass in Bezug auf die Reform des Bürgergeldes eine große Einigkeit erzielt wurde. Es gilt nun, die Gespräche innerhalb des Koalitionsausschusses fortzusetzen, um schnell zu verbindlichen Entscheidungen zu kommen.
Alexander Hoffmann sieht zudem eine wichtige Signalwirkung in der Frage des Verbots neuer Verbrennungsmotoren ab 2035. Während die Union auf eine Abschaffung dieses EU-weiten Verbots setzt, beharrt die SPD darauf, daran festzuhalten.

