Koalition plant Flexible Arbeitszeitmodelle: Dialog mit Sozialpartnern im Fokus
CDU, CSU und SPD wollen den traditionellen Acht-Stunden-Tag durch ein flexibleres wöchentliches Arbeitszeitmodell ersetzen. Dies ergibt sich aus ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag. Ziel ist es, die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Regelung abzulösen, um Arbeitnehmern und Unternehmen entgegenzukommen. Die zukünftige Ausgestaltung soll dabei in engem Austausch mit Arbeitgebern und Gewerkschaften erfolgen, wobei ein besonderer Fokus auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt.
Trotz der angestrebten Flexibilisierung äußern Gewerkschaften erhebliche Vorbehalte. Sie befürchten eine Ausweitung der täglichen Arbeitszeit, die das Aus für den seit 1918 etablierten Acht-Stunden-Tag bedeuten könnte. Das derzeitige Arbeitszeitgesetz schreibt vor, dass die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten darf. Ausnahmen bis zu zehn Stunden sind derzeit schon zulässig, jedoch nicht die Regel.
Zur weiteren Modernisierung der Arbeitszeitregelungen hat die Koalition zudem ein unbürokratisches System zur elektronischen Erfassung von Arbeitszeiten ins Auge gefasst. Dies soll insbesondere für kleinere Unternehmen durch passende Übergangsregelungen erleichtert werden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

