Kirschen im Höhenflug: Rekorderwartungen in deutschen Obstgärten
Deutschlands Obstbauern blicken 2025 auf eine potentielle Rekordernte freudig voraus. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes könnte die Produktion von Süß- und Sauerkirschen stolze 49.900 Tonnen erreichen. Diese Menge überträfe nicht nur die des Vorjahres erheblich, sondern auch den Durchschnitt der letzten zehn Jahre.
Der zu erwartende Anstieg von 41 Prozent im Vergleich zu 2024 ist beeindruckend, da im Vorjahr lediglich 35.400 Tonnen geerntet wurden. Auch im historischen Vergleich ergibt sich ein Plus von 10,4 Prozent gegenüber dem Mittelwert der Jahre von 2015 bis 2024. Das milde Wetter, das nicht von den sonst üblichen Spätfrösten und starken Regenfällen gestört wurde, scheint diese positive Entwicklung maßgeblich beeinflusst zu haben.
In diesem Jahr werden auf etwa 5.700 Hektar Anbaufläche voraussichtlich sagenhafte 38.200 Tonnen Süßkirschen geerntet, was einer Zunahme von nahezu 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Hauptanbaugebiete, wie Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, dürften von diesem Wachstum erheblich profitieren.
Während der Ertrag der Sauerkirschen mit geschätzten 11.700 Tonnen ebenfalls erheblich höher ausfällt und den Vorjahreswert um 56,6 Prozent übertrifft, bleibt er dennoch unterhalb des zehnjährigen Durchschnitts. Rheinland-Pfalz, Sachsen und Baden-Württemberg tragen mit ihren Anbauflächen in besonderem Maße zur Sauerkirschproduktion bei.

