Kenvue-Aktien erholen sich nach Trumps umstrittenen Aussagen zu Tylenol
Am Dienstag verzeichnete der Aktienkurs des Tylenol-Herstellers Kenvue eine positive Erholung, nachdem er am Vortag durch Aussagen von Präsident Donald Trump unter Druck geraten war. Trump hatte in einer Pressekonferenz im Weißen Haus die Verbindung zwischen dem Schmerzmittel Tylenol und Autismus, ohne wissenschaftliche Grundlage zum Besten gegeben und empfahl Schwangeren, den Konsum zu meiden. Diese Äußerungen führten am Montag zu einem Kurssturz der Kenvue-Aktien auf ein historisches Tief.
Doch bereits im vorbörslichen Handel am Dienstag stieg der Kurs stark an, mit einem Zuwachs von bis zu sechs Prozent, nachdem Trump keine neuen Beweise für seine Behauptungen vorgelegt hatte. Begleitet von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. betonte Trump, dass Acetaminophen, der aktive Wirkstoff von Tylenol, nur bei medizinischer Notwendigkeit angewendet werden solle.
Im Gegensatz zu Trumps drastischen Empfehlungen empfahl die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA eine vorsichtigere Herangehensweise und erläuterte, dass zwar ein Zusammenhang zwischen Acetaminophen und Autismus in diversen Studien beschrieben wurde, jedoch keine ursächliche Verbindung nachgewiesen werden konnte.
Kenvue reagierte prompt und unterstrich, dass unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse keinen Zusammenhang zwischen Acetaminophen und Autismus bestätigen. Das Unternehmen zeigte sich besorgt über die Verwirrung und potenziellen Gesundheitsrisiken für werdende Mütter und Eltern.
Wirtschaftsanalysten, darunter Stimmen von Citi, zeigten sich zuversichtlich bezüglich einer erneuten Aufwärtsbewegung der Aktien, da die Behauptungen der Administration keine wissenschaftliche Grundlage hatten. Auch ein früherer Rechtsentscheid, der eine Sammelklage aus Mangel an Beweisen abgelehnt hatte, unterstrich die begrenzte rechtliche Gefahr für Kenvue.
Professionelle medizinische Vereinigungen kritisierten Trumps Aussagen scharf. Der Zusammenschluss von Autismusforschern und das American College of Obstetricians and Gynecologists appellierten, dass solche Fehlinformationen unnötige Ängste schüren und als irreführend und verantwortungslos einzustufen sind.

