Kanzler Merz bekräftigt Brandmauer zur AfD vor CDU-Präsidiumsklausur
Bundeskanzler Friedrich Merz hat klargestellt, dass er an der sogenannten Brandmauer zur AfD festhält und damit Forderungen nach einer veränderten Umgangsweise mit der Partei entschieden zurückgewiesen. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" betonte Merz, dass die Unterschiede zwischen der CDU und der AfD noch deutlicher hervorgehoben werden müssen.
In den letzten Tagen hatte eine lebhafte Debatte über den Umgang mit der AfD stattgefunden, nachdem sich namhafte ehemalige Unionspolitiker für eine neue Strategie ausgesprochen hatten. Das Präsidium der Partei plant, am Sonntag und Montag ausführlich über das Thema zu sprechen.
Merz äußerte gegenüber der "FAS", dass sich in der öffentlichen Wahrnehmung eine fehlerhafte Geschichte etabliert habe: Man könne mit der AfD alles durchsetzen, wenn man nur die Brandmauer einreiße. Diese Vorstellung sei jedoch irreführend und falsch, so Merz. Die AfD stelle nicht nur die Politik von Angela Merkel in Frage, sondern auch die Grundfeste der Bundesrepublik, wie sie seit dem ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer geformt und von der CDU mitgeprägt worden seien. "Die immer wieder von der AfD bemühte 'ausgestreckte Hand' will uns in Wahrheit vernichten, so sagt sie es ja selbst", unterstrich Merz. Er bezeichnete die AfD bei den kommenden Wahlen als den Hauptkonkurrenten der CDU.

