Kanadische Erfolgsgeschichte in China beflügelt deutsche Sportartikelwerte

Die beeindruckenden Fortschritte des kanadischen Sportartikelherstellers Lululemon im chinesischen Markt haben am Freitag den Aktien von Adidas und Puma einen deutlichen Schub verliehen. Der chinesische Markt, so der Aktienexperte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel, ist für die beiden deutschen Branchenriesen von entscheidender Bedeutung. Die positiven Kursgewinne spiegeln diese Einschätzung wider.
Lululemon überraschte mit einem starken Quartalsbericht, der nicht nur die Erwartungen übertraf, sondern auch eine Anhebung der Jahresprognose nach sich zog. Analysen, darunter von Brooke Roach von Goldman Sachs, führen den Erfolg maßgeblich auf die dynamische Geschäftsentwicklung in der Volksrepublik China zurück. Diese positiven Nachrichten sorgten dafür, dass die Adidas-Aktie im Dax um 2,6 Prozent auf 168,50 Euro kletterte und damit den höchsten Stand seit Ende Oktober erreichte. Puma, als einer der Favoriten im MDax, legte 4,2 Prozent auf 21,96 Euro zu, nachdem bereits am Vortag ein Plus von 4,5 Prozent zu verzeichnen war. Lululemons Aktie gewann im vorbörslichen US-Handel zuletzt knapp 10 Prozent.
Erfahrene Beobachter der Branche, wie Andreas Lipkow, betonen das bemerkenswerte Wachstum von Lululemons Nettoumsätzen in China, das im dritten Quartal um rund 46 Prozent zulegte. Diese Dynamik weckt auch Hoffnungen auf bessere Geschäfte für Adidas und Puma. Trotz der Schwierigkeit direkter Vergleiche lässt die robuste Umsatzentwicklung in China positive Erwartungen aufkommen, nachdem zuvor weltweit eine Konsumzurückhaltung spürbar war.
Zusätzlich weisen die November-Daten zu Nachfrage- und Angebotstrends in der US-Sportartikelbranche auf eine stabile Verbrauchernachfrage hin, auch im Angesicht zollbedingter Preiserhöhungen. Aneesha Sherman von Bernstein Research sieht für das vierte Quartal hoffnungsfrohe Verbesserungen in der US-Geschäftsentwicklung von Adidas.

