Kalifornien in den Startlöchern der Bitcoin-Revolution – Calderons Gouverneurskandidatur sorgt für Aufsehen
In einem spannenden Schachzug auf der politischen Bühne Kaliforniens hat Ian Calderon, einstiger Mehrheitsführer der kalifornischen Staatsversammlung und Demokrat, seine Kandidatur für das Amt des Gouverneurs verkündet. Sein zentrales Anliegen? Die Integration von Bitcoin in die Staatsgeschäfte des bevölkerungsreichsten Bundesstaates der USA. "Kalifornien war schon immer Vorreiter in der Technologie. Es ist Zeit, dass wir diese Tradition fortführen und uns als unangefochtenes Spitzenreiter im Bereich Bitcoin etablieren," twitterte Calderon jüngst.
Seine Begeisterung für digitale Währungen ist keineswegs neu. Bereits in einem Livestream am gleichen Tag verlautbarte Calderon, dass er im Falle seiner Wahl sicherstellen würde, dass Bitcoin auf der Bilanz des Staates steht und Krypto-Zahlungen für staatliche Programme unterstützen wird. In einem Wahlkampfvideo stellte Calderon die aktuelle Regierungspflege von längst überholten Ideen gegenüber. "Meine Generation bezahlt Rechnungen übers Handy, sendet Geld via Venmo und spart in Bitcoin", erklärte er. "Aber die aktuelle Regierung versucht immer noch, heutige Probleme mit gestrigen Lösungen zu bewältigen."
Calderon ist kein Neuling im politischen Spiel um Krypto: Nachdem er 2020 die Staatsversammlung nach drei Amtszeiten verließ, blieb er in der Politik aktiv, unter anderem durch Mitarbeit an Gesetzesvorschlägen zur Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in Kalifornien. 2018 schuf er die Grundlage für die Blockchain-Arbeitsgruppe des Staates, die sich intensiv mit der Technologie und deren rechtlichen Implikationen auseinandersetzte. Auf Resonanz stößt Calderons Vorstoß bei einigen bereits jetzt. So bemerkte Robert Boris Mofrad von Serenity, einem Unternehmen für Blockchain-Datenspeicherung, dass Krypto nun fest im Mainstream angekommen sei.
Dennoch steht die tatsächliche Akzeptanz solcher Ideen auf unsicherem Boden. Mofrad hebt hervor, dass Vorschläge wie Calderons aufgrund der steuerlichen Behandlung von Bitcoin – als immaterielle Vermögenswerte – schwer in die Realität umzusetzen sein könnten. Parallel dazu prüft Kalifornien derzeit schrittweise Krypto-Gesetzgebungen: AB 1180 könnte ab 2026 Pilotsysteme für Stablecoin-Zahlungen in bestimmten staatlichen Agenturen ermöglichen, und AB 1052 zielt darauf ab, inaktive Verwahrkonten unter das Gesetz des herrenlosen Eigentums zu ziehen. Allerdings unterscheiden sich diese Ansätze klar von Calderons kühnem Vorschlag, Bitcoin direkt zu erwerben und zu halten.

