Kälteketten im Blick: Innovativer Tracker reduziert Lebensmittelabfälle
Jährlich werden in den USA über 130 Milliarden Pfund an Lebensmitteln verschwendet, ein Großteil davon verdirbt, noch ehe es die Verbraucher erreicht. Ein wesentlicher Faktor dafür ist die mangelnde Transparenz in der Kühlkette, bei der verderbliche Waren während Lagerung und Transport oft unkontrollierbaren Bedingungen ausgesetzt sind. Hier will das norwegische Technologieunternehmen Surfact Abhilfe schaffen.
Inspiriert von Erfahrungen im afghanischen Militärdienst, entwickelte CEO und Gründer Per Magne Helseth die Idee für einen robusten Tracker, nachdem er mitansehen musste, wie Lebensmittel und Medikamente im Supply-Chain-Prozess unbrauchbar wurden. Das Ergebnis ist der Smart Cargotracker Emma, der nun die US-amerikanische Lebensmittelversorgung revolutionieren soll. Bei der International Foodservice Distributors Association Solutions Conference in Columbus, Ohio, verspricht Emma, "das Unsichtbare sichtbar zu machen."
Der puckförmige Tracker wird direkt mit der Fracht transportiert und erfasst Echtzeitdaten zu Temperatur, Position, Bewegung, Stößen und Lichtverhältnissen. Durch den Verzicht auf zusätzliche Infrastruktur oder Gateways verwandelt Emma jeden herkömmlichen Trailer binnen Sekunden in einen "smarten" Trailer.
Surfact tritt nicht allein auf den US-Markt. Zusammen mit Partnern wie CSCS und Catena wird an einer Plattform gearbeitet, die detaillierte Frachtintelligenz, Flottendaten und Lagerabstimmung kombiniert. Diese Integration verspricht nicht nur bessere Datenanalyse, sondern auch spürbare betriebliche Effizienzgewinne, wie reduzierte Transportkosten und weniger Lagerarbeitsaufwand. Einige Kunden berichten bereits von einer Kapitalrendite binnen sechs Monaten.
Für Helseth markiert der US-Markteintritt sowohl ein bedeutendes Etappenziel als auch eine Rückbesinnung auf seine ursprüngliche Vision. Was einst aus militärischem Frust entstand, könnte das kommerzielle Lebensmittellogistiksystem grundlegend verändern und das Verlustpotential in Lieferketten minimieren.

