Kälte als Waffe: Russlands neue Taktik gegen die Ukraine
In einem zunehmend harschen Winter sieht sich die Ukraine einer neuen Form der Aggression gegenüber. Laut Wolodymyr Selenskyj, dem ukrainischen Präsidenten, nutzt Russland das kalte Wetter aus, um mit gezielten Luftangriffen die ukrainischen Großstädte unbewohnbar zu machen. In seiner aktuellen Videobotschaft aus Kiew berichtete Selenskyj, dass kürzlich die Hauptstadt Kiew, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, sowie noch früher Odessa ins Visier genommen wurden.
Der Kern der russischen Strategie sei laut Selenskyj der Versuch, die Städte der Ukraine vollständig lahmzulegen. Selenskyj mahnte die Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die Bürger zu schützen. In den betroffenen Städten seien Strom-, Wasser- und Heizungsausfälle an der Tagesordnung, was den Alltag der Menschen stark beeinträchtigt.
Während der Energieinfrastruktur in der Ukraine zugesetzt wird, wendet sich Selenskyj auch mit ernsten Worten an Europa. Die provokativen Raketenangriffe, darunter der Einsatz der Mittelstreckenrakete Oreschnik nahe der EU- und Nato-Außengrenze, veranschaulichen, dass Moskau wenig Interesse an Diplomatie und den Friedensbemühungen der USA zeigt, so Selenskyj. Diese Eskalationen stellen eine direkte Herausforderung für zahlreiche europäische Hauptstädte wie Warschau, Bukarest und Budapest dar. Der ukrainische Präsident weist darauf hin, dass kein Staat durch seine Beziehungen zu Russland gefeit sei und appelliert für eine kollektive europäische Verteidigungsstrategie, um der wachsenden Bedrohung zu begegnen.

