Italienisches Gericht genehmigt Auslieferung eines mutmaßlichen Drahtziehers der Nord-Stream-Anschläge
Der mutmaßliche Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge, die die Welt vor drei Jahren in Atem hielten, wird voraussichtlich in Kürze von Italien nach Deutschland überstellt. Der Verdächtige, ein 49-jähriger Ukrainer namens Serhij K., soll in Hamburg inhaftiert werden, bevor er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt wird. Dies verlautbarte seine Anwaltskanzlei Menaker.
Nachdem Italiens oberstes Gericht grünes Licht für die Auslieferung gegeben hat, muss diese nun bis spätestens 30. November erfolgen. K. wird vorgeworfen, die Anschläge auf die Pipelines, ein ehemaliges Vorzeigeprojekt zwischen Deutschland und Russland, im September 2022 koordiniert zu haben. Die Bundesanwaltschaft erhebt schwere Anklagen, darunter gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie verfassungsfeindliche Sabotage.
Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte im Sommer während eines Urlaubs an der Adria; möglich gemacht durch einen europäischen Haftbefehl. Er bestreitet die Anschuldigungen vehement und trat zwischenzeitlich in den Hungerstreik, um gegen die seiner Meinung nach schlechte Behandlung zu protestieren.

