Italienische Charmeoffensive: Giorgia Meloni buhlt um Donald Trumps Gunst
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni suchte beim Besuch im Weißen Haus die Nähe zu US-Präsident Donald Trump und präsentierte sich als enge Verbündete. Unter den europäischen Staatsoberhäuptern gilt Meloni als eine der bevorzugten Ansprechpartnerinnen Trumps, was nicht zuletzt an ihrer kritischen Haltung gegenüber 'woken' Ideologien und illegaler Einwanderung liegt.
Offenbar beeindruckt von Melonis klaren Positionen, nahm Trump eine Einladung nach Rom an, die möglicherweise auch weitere Gespräche über seine harte Zollpolitik zum Thema haben könnte. Meloni, Vorsitzende der rechtskonservativen Partei Fratelli d'Italia, verschwieg nicht, dass sie Trumps Vision, den 'Westen wieder großartig zu machen', teilt.
Ihr Auftritt im Weißen Haus fand bei Trump großen Anklang, der sie als 'fantastische' Politikerin lobte, die in Europa beträchtlichen Einfluss habe. Trump betrachtet Meloni als 'Freundin' und rühmte sie als 'ganz besondere Person'. Beide Politiker zeigten sich bei ihrem gemeinsamen Auftritt in Washington sichtlich entspannt und scherzten miteinander.
Im Zentrum der Gespräche stand das heikle Thema Zölle. Trotz kritischer Stimmen in Europa bezüglich Trumps Ankündigung neuer Strafzölle zeigt sich Meloni als verbindende Kraft, indem sie auf einen konstruktiven Dialog setzt. Trump hingegen gab sich während des Treffens optimistisch und ist überzeugt, dass es in den Handelsbeziehungen mit der EU zu einer Einigung kommen wird.
Vor kurzem hatte er überraschend entschieden, den europäischen Staaten für 90 Tage eine Zollpause zu gewähren, um möglicherweise Raum für ein Entgegenkommen zu schaffen. Das Verhältnis zwischen den USA und Europa bleibt weiterhin angespannt.
Meloni, die bereits als Unterstützerin der europäischen Ukraine-Politik fungiert hatte, betonte die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit zur Erreichung eines dauerhaften Friedens. Trump hob hingegen die von ihm empfundenen Defizite Europas, insbesondere im Umgang mit Migration, hervor.
Melonis direkte Art und ihre Härte in der Migrationspolitik fanden jedoch seine Anerkennung.

