Italienische Besorgnis über US-Pläne in Grönland
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hält eine militärische Intervention der USA in Grönland für wenig wahrscheinlich. Während ihrer Pressekonferenz in Rom äußerte sie Zweifel an einem solchen Szenario und machte klar, dass sie diese Option nicht unterstützen würde. Meloni betonte, dass ein militärisches Vorgehen niemandem nützen würde und auch nicht im Interesse der USA selbst liegen würde. Sollte eine solche Entwicklung dennoch eintreten, werde Europa angemessen reagieren, versicherte die Politikerin.
Die Ministerpräsidentin, die als enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump gilt, sieht die verstärkte Aufmerksamkeit der USA auf Grönland mit gemischten Gefühlen. Der kürzliche US-Angriff auf Venezuela hat international Besorgnis über mögliche US-Absichten in der Arktis geweckt. Meloni räumt ein, dass Grönland für die USA aus sicherheitstechnischen und strategischen Gründen von Bedeutung ist und dass auch sie die amerikanischen Sorgen über ausländische Einflussnahme auf der Insel nachvollziehen kann.
Trotz ihrer Sympathien für Trump gibt es Bereiche, in denen Meloni nicht mit ihm übereinstimmt. Vor allem im Hinblick auf das Völkerrecht sieht sie die Notwendigkeit, klare Regeln einzuhalten, um die gemeinsame Sicherheit nicht zu gefährden. Differenzen besprechen die beiden offen, betont Meloni, und sie zögert nicht, Trump wissen zu lassen, wenn sie anderer Meinung ist.

