Italien im Wetterchaos: Hitze im Süden, Unwetter im Norden
Italien sieht sich dieser Tage gleich mit mehreren extremen Wetterlagen konfrontiert. Während der Norden durch heftige Gewitter und starken Regen beeinträchtigt wird, steht der Süden des Landes unter einer drückenden Hitzewelle. Die italienischen Gesundheitsbehörden haben in mehreren Städten, darunter Rom, Mailand, Florenz und Bologna, die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen. Bei Temperaturen, die in den kommenden Tagen auf bis zu 38 Grad steigen sollen, ist keine nächtliche Abkühlung in Sicht, da die Werte auch nachts häufig nicht unter 25 Grad fallen.
Um die Bevölkerung vor den extremen Bedingungen zu schützen, wurden in verschiedenen Regionen wie der Lombardei, Sizilien, Apulien und der Toskana spezielle Verordnungen erlassen. Diese beschränken die Arbeit im Freien während der heißesten Stunden des Tages, um Gesundheitsrisiken für Outdoor-Arbeiter zu minimieren. Zudem profitieren ältere Menschen über 70 Jahre in Genua von kostenfreien Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um ihre Erledigungen in den kühleren Tagesstunden planen zu können. Auch wurden Kühlstationen und zusätzliche Wasserausgabestellen vor allem in Touristenhochburgen eingerichtet.
Im Norden führt das ungestüme Wetter zu erheblichen Störungen. So trat in Bardonecchia der Fluss Frejus über die Ufer mit einem Todesfall als traurige Folge. Ein neuer Erdrutsch in San Vito di Cadore blockierte zudem die Staatsstraße 51, was die Anfahrt zum beliebten Skigebiet Cortina d'Ampezzo erschwerte, jedoch wurden glücklicherweise keine Personen oder Fahrzeuge beschädigt. Ferner hat die Wetterlage zu einer Unterbrechung des internationalen Zugverkehrs zwischen Paris und Mailand geführt, wie die SNCF berichtete.

