Israels Präsident Herzog: Iranisches Regime angesichts von Protesten geschwächt
Der israelische Präsident Izchak Herzog betrachtet die aktuelle Lage des iranischen Regimes als brisant und fragil. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ließ Herzog verlauten, dass die Führung des Iran infolge der blutigen Massenproteste stark unter Druck geraten sei. Die Notlage der iranischen Bevölkerung sei gravierend, so Herzog, und sorge für zunehmende Instabilität des Ajatollah-Regimes.
Der Mangel an lebenswichtigen Gütern wie Nahrung und Wasser habe die Wirtschaft des Landes nahezu zum Stillstand gebracht. Aus Herzogs Sicht ist ein Regimewechsel unausweichlich, um dem iranischen Volk eine realistische Zukunftsperspektive zu bieten. Dabei betonte er, dass die Verantwortung für Veränderung letztlich bei der iranischen Bevölkerung liege, jedoch mit internationaler Unterstützung.
Besonders kritisch äußerte sich Herzog über die internationale Zurückhaltung gegenüber den Menschenrechtsverletzungen im Iran. Die iranische Bevölkerung lebe unter extrem repressiven Bedingungen, die von Misshandlung, Inhaftierung und Unterdrückung gekennzeichnet seien. Dabei bemängelte Herzog das Fehlen internationaler Proteste in einer Größenordnung, wie sie beispielsweise während des Gaza-Kriegs zu beobachten waren.
Angesichts des vergangenen militärischen Konflikts zwischen Israel und dem Iran im Juni, bei dem beide Länder heftige Angriffe austauschten, appelliert Herzog an die internationale Gemeinschaft, den dringend notwendigen Wandel im Iran zu unterstützen. Er drückte seine Hoffnung aus, dass der Iran sowie die gesamte Region und Welt von einem politischen und sozialen Wandel profitieren würden.

