Israels Energieminister Eli Cohen lehnt Iran-Abkommen ab: Militärische Optionen nicht ausgeschlossen
Israels Energieminister Eli Cohen sieht in einem möglichen Abkommen zwischen Washington und Teheran wenig Nutzen und schließt eine militärische Konfrontation mit dem Iran nicht aus. Seiner Ansicht nach kann nur ein Regimewechsel im Iran die Situation entscheidend verändern, was im Interesse aller umgebenden muslimischen Staaten liege. Die Verhandlungen zwischen Vertretern der US-Regierung und des Irans haben jüngst in der omanischen Hauptstadt Maskat begonnen, doch ein zukünftiger Gesprächstermin steht noch aus.
Cohen betont, dass Israel im Falle einer Bedrohung gezwungen sei, zu handeln, unabhängig von einem etwaigen Abkommen. Dies wird auch beim israelischen Sicherheitskabinett, in dem Cohen Mitglied ist und das sich erneut zur Beratung trifft, stetig diskutiert. Im Hinblick auf die anstehende US-Reise von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, bei der Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die iranischen Verhandlungen vorgesehen sind, bleibt die israelische Haltung klar und konsequent.
Israel drängt auf ein umfassenderes Abkommen, das auch die Begrenzung ballistischer Raketen und das Ende der Unterstützung iranischer Verbündeter in der Region umfasst. Das iranische Atom- und Raketenprogramm wird als größte existenzielle Bedrohung für Israel gesehen, während Teheran kategorisch nur über sein Atomprogramm verhandeln will.
Israels Außenminister Gideon Saar betonte gegenüber seinem Amtskollegen aus Paraguay, Rubén Ramírez Lezcano, die Gefährlichkeit des iranischen Regimes, das seine eigene Bevölkerung unterdrückt und den Nahen Osten destabilisiert. Das Streben des Iran nach einer Atomwaffe wird als klare Bedrohung für den Weltfrieden eingeschätzt, wobei auch europäische Staaten durch iranische Langstreckenraketen gefährdet seien.

