Irans Kommunikationsblockade gelockert: Erste Anrufe ins Ausland möglich
Nach einer mehrtägigen Abschottung von der Außenwelt dürfen die Bürgerinnen und Bürger des Irans nun wieder Auslandstelefonate führen. Der Zugang zum Internet bleibt jedoch weiterhin versperrt. Diese Maßnahme wurde im Rahmen umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen getroffen, nachdem es in Teheran zu massiven Protesten gekommen war. Die iranische Führung hatte entschieden, die Kommunikationskanäle zur Außenwelt nahezu vollständig zu unterbinden.
Einwohner der Hauptstadt schildern die Situation als angsteinflößend. Ein Augenzeuge berichtet von erschreckenden Zuständen: "Täglich gibt es zahlreiche Opfer, viele Verletzte und Tote werden von den Krankenwagen abgeholt. Die Unsicherheit ist groß." Die Sorge der Menschen ist spürbar, denn die meisten wissen nicht, wie sie in dieser Situation agieren sollen.
Während des Internetausfalls fanden viele Iranerinnen und Iraner alternative Informationsquellen über Satellitenfernsehen. Doch auch dieser Zugang wird zunehmend erschwert, da Sicherheitskräfte in einigen Stadtteilen Teherans damit begonnen haben, Satellitenschüsseln auf den Dächern zu demontieren. Diese Praxis erinnert an vergangene Zeiten, als der Einsatz von Satellitenanlagen strikt untersagt war und verdeutlicht die fortlaufende Einschränkung der Informationsfreiheit im Land.

