Iran weist Trumps Behauptungen über gestoppte Hinrichtungen zurück
In einer jüngsten Entwicklung hat Ali Salehi, Staatsanwalt in Teheran, die Aussagen von US-Präsident Donald Trump als 'substanzlos' zurückgewiesen. Salehi reagierte auf Trumps Behauptung, der Iran habe Todesurteile gegen Hunderte von Festgenommenen gestoppt. Laut iranischer Rundfunkagentur Iribnews kündigte Salehi an, dass man auf die jüngsten Demonstrationen mit entschiedener und abschreckender Härte reagieren werde.
In einer Rede bekräftigte der oberste Führer des Iran, Ali Chamenei, mit drastischen Worten, dass die Verantwortlichen im Land zur Rechenschaft gezogen würden. 'Wir werden den Unruhestiftern den Rücken brechen', erklärte Chamenei, was die Entschlossenheit der iranischen Führung unterstreicht, gegen die Protestbewegung vorzugehen.
Trump hatte zuvor erklärt, ein geplanter US-Militärschlag sei unter anderem deshalb unterblieben, weil der Iran Hinrichtungen von Demonstranten abgesagt habe. Auf Nachfragen betonte er, dass keine ausländischen Politiker ihn davon überzeugt hätten; er selbst habe seine Entscheidung getroffen. Er verwies auf Berichte, die iranischen Behörden hätten die Hinrichtung von 800 Personen ausgesetzt, ohne jedoch genaue Quellen zu nennen.
Der Hintergrund der Proteste liegt in einer dramatischen Wirtschaftskrise und einer erheblichen Inflation, die Ende Dezember im Iran ihren Höhepunkt erreichten. Was als wirtschaftliches Aufbegehren begann, wandelte sich schnell zu politischen Protesten gegen das autoritäre Regime. Die Sicherheitskräfte im Iran gingen hart gegen die Protestierenden vor. Menschenrechtsgruppen berichten von über 3.400 Toten, wobei die genauen Zahlen aufgrund der eingeschränkten Informationslage schwer zu verifizieren sind.

