Iran bestätigt: Keine geplanten Hinrichtungen infolge der Proteste
Inmitten der andauernden Unruhen im Iran hat Außenminister Abbas Araghtschi klargestellt, dass im Zuge der Proteste keine Hinrichtungen geplant sind. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News wies Araghtschi darauf hin, dass es derzeit keinerlei Vorhaben gebe, Demonstranten durch den Strang hinzurichten – eine in der Islamischen Republik Iran gängige Form der Vollstreckung von Todesurteilen.
Unterdessen warnte US-Präsident Donald Trump den Iran eindringlich vor einer harten Reaktion seitens der USA, sollte es zu Exekutionen gefangener Demonstranten kommen. „Wir werden sehr hart reagieren“, erklärte er dem Sender CBS News, ohne jedoch konkrete Maßnahmen der US-Regierung zu offenbaren. Später äußerte Trump, die USA hätten Informationen erhalten, dass es im Iran keine Pläne für derartige Hinrichtungen gebe. Er betonte seine Hoffnung, dass diese Informationen korrekt seien.
Seitdem die Proteste gegen das autoritäre Regime des Irans begannen, untermauerte Trump mehrmals seine Drohungen mit einem möglichen Eingreifen der USA, sollten Demonstranten getötet werden. Der iranische Außenminister erneuerte derweil seinen Vorwurf, dass ausländische „terroristische Elemente“ die Proteste anheizen würden, und unterstellte eine geplante Eskalation mit dem Ziel, die USA in den Konflikt zu ziehen.
Unabhängig von diesen diplomatischen Spannungen bleibt die Ursprungsursache der Proteste die wirtschaftliche Misere des Landes, charakterisiert durch eine massive Wirtschaftskrise und hohe Inflationsrate. Der brutale Einsatz des iranischen Sicherheitsapparates gegen die Demonstranten erhöhte die ohnehin hohen Spannungen. Iranischen Angaben zufolge gibt es Hunderte Todesopfer, deren genaue Zahl noch veröffentlicht werden soll. Im Gegensatz dazu berichtet die Organisation Iran Human Rights von mindestens 3.428 Toten seit Ende Dezember, wobei die tatsächliche Zahl noch höher liegen könnte.

