Iran warnt vor Zusammenarbeit mit Exilsender – Spannungen um 'Iran International' nehmen zu
Der Justizapparat des Irans hat die Bürger eindringlich davon abgeraten, mit dem Exilsender 'Iran International' in Verbindung zu treten. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft ist jegliche Form der Kooperation, der Austausch von Informationen oder Interaktionen mit dem persischsprachigen Medium strengstens untersagt. Die Warnung erfolgte laut einem Bericht des staatlichen Rundfunks. Trotz bestehender Internetsperren ist es vielen Menschen dennoch möglich, 'Iran International' über TV-Satelliten zu empfangen. Der Sender unterscheidet sich insbesondere dadurch, dass er umfassender über die aktuelle Protestbewegung berichtet als die stark zensierten staatlichen Fernsehsender – basierend auf zahlreichen Hinweisen, die aus dem Iran eingesandt werden. Eigene Korrespondenten vor Ort hat der Sender allerdings nicht. Die iranische Regierung betrachtet die Organisation hinter 'Iran International', die ihren Sitz in London hat, als einen terroristischen Akteur. Bereits in der Vergangenheit wurde dem Sender vorgeworfen, im Interesse Saudi-Arabiens Propaganda gegen die Islamische Republik zu betreiben. 2018 berichtete der 'Guardian' darüber, dass angeblich saudische Verbindungen die Finanzierung des Exilsenders sicherstellen. Dieses finanzielle Engagement bestritt das Medienunternehmen jedoch entschieden.

