Iran setzt trotz Konflikten auf Atomprogramm
Im Anschluss an den bewaffneten Konflikt mit Israel hält der Iran an seinem umstrittenen Atomprogramm fest. Laut Außenamtssprecher Ismail Baghai ist es der Republik wichtig, ihre Rechte im Rahmen des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen zu wahren.
Diese umfassen die Nutzung von Kernenergie zu friedlichen Zwecken, eine Position, die der Iran vehement verteidigt. Israel hatte im Juni militärische Angriffe gegen den Iran durchgeführt, weil es das iranische Atomprogramm als potenzielle Bedrohung für die internationale Sicherheit einstuft und befürchtet, dass Teheran an der Entwicklung von Nuklearwaffen arbeitet.
Der Iran hat dies stets bestritten und reagierte mit eigenen militärischen Aktionen, bevor schließlich eine vorläufige Waffenruhe vereinbart wurde. Unterdessen plant Teheran, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde einzuschränken.
Neue gesetzliche Vorgaben zwingen die Regierung, den Zugang der Inspektoren zu den Atomanlagen zu überdenken. Baghai betont die Herausforderung, die Sicherheit der Inspektoren zu gewährleisten, nachdem erst kürzlich friedliche Atomanlagen angegriffen wurden.
Auch der stellvertretende Außenminister, Madschid Tacht-Rawantschi, stellte in einem Interview klar, dass der Iran auf das Recht zur friedlichen Urananreicherung besteht.

