Kryptoindustrie schlägt Teilung von Stablecoin-Reserven mit Regionalbanken vor

Die Kryptoindustrie hat Berichten zufolge vorgeschlagen, Stablecoin-Reserven mit Regionalbanken zu teilen, um skeptische Banken für sich zu gewinnen. Dieser Schritt zielt darauf ab, das ins Stocken geratene Gesetz zur Krypto-Markstruktur zu erhalten, das das Finanzsystem erheblich verändern könnte.
Einlagenängste und Suche nach Kompromissen
Laut einem Bericht von Bloomberg haben Krypto-Unternehmen Wochen damit verbracht, zweifelnde Banken durch neue Zugeständnisse im Bereich Stablecoins zu überzeugen, die zum zentralen Streitpunkt geworden sind. Quellen zufolge beinhalten die neuesten Vorschläge, Regionalbanken eine größere Rolle im Stablecoin-Ökosystem zu geben. Ein Vorschlag sieht vor, dass Emittenten einen Teil ihrer Reserven bei diesen Finanzinstituten halten müssen. Eine weitere Empfehlung würde es diesen Banken erleichtern, eigene dollar-gebundene digitale Vermögenswerte auszugeben.
Allerdings haben sich die beiden Seiten noch nicht auf eine Lösung geeinigt, und es bleibt unklar, ob die Vorschläge ausreichen, um die Ängste vor einer Abwanderung von Einlagen aus dem Bankensystem zu zerstreuen.
Ein separater Bericht des Analysten Geoff Kendrick warnte, dass Stablecoins bis Ende 2028 zu einem Abfluss von bis zu $500 Milliarden an Bankeinlagen in Industrieländern führen könnten. Dies geschieht, während der digitalisierte Dollarmarkt weiterhin ein bemerkenswertes Wachstum erfährt, wobei das gesamte im Umlauf befindliche Angebot im vergangenen Jahr um etwa 40% gestiegen ist.
Uneinigkeit unter Krypto-Unternehmen
Allerdings sind nicht alle Krypto-Unternehmen mit den Vorschlägen einverstanden. Ein großer Streitpunkt ist, ob Plattformen wie Coinbase Nutzern Belohnungen für das Halten von Stablecoins zahlen dürfen. Traditionelle Finanzinstitute argumentieren, dass diese Auszahlungen Kunden von Giro- und Sparkonten abziehen könnten, was eine wichtige Einlagenquelle für sie bedroht.
Um eine Lösung zu finden, organisierte die Trump-Administration ein Treffen im Weißen Haus zwischen Krypto- und Bankhandelsgruppen, doch die Gespräche endeten ohne Einigung über die Lösung dieser Kernprobleme.
Trotz der Spannungen wird die Entwicklung als positives Zeichen dafür gesehen, dass das Marktstrukturgesetz im Kongress weiter vorankommt. Dies geschieht, nachdem die Gesetzgebung letztes Jahr vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde, aber im Senat aufgrund ungelöster Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Sektoren ins Stocken geraten ist.
In einem kürzlichen Interview mit Fox News äußerte Tim Scott, der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, seine Zuversicht, einen Kompromiss zu finden.
“We can protect consumers and community banks while still allowing innovation and competition to lower prices and expand access,” the senator said. “Both sides are working toward a compromise that keeps innovation here in America.”

