Diplomatie

Weißes Haus: Verhandlungen mit dem Iran am Freitag

05. Februar 2026, 21:39 Uhr · Quelle: dpa
US-Sondergesandter Steve Witkoff
Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Für die US-Seite reist unter anderem der Sondergesandte Steve Witkoff an. (Archivfoto)
Nun ist es von amerikanischer Seite bestätigt: Im Konflikt mit dem Iran gibt es einen neuen Versuch, eine diplomatische Lösung zu finden. Washington erinnert vorab an seine militärischen Optionen.

Washington (dpa) - Die USA wollen an diesem Freitag im Golfstaat Oman neue Verhandlungen mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm aufnehmen. Für die Vereinigten Staaten sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, dabei sein. Das Weiße Haus bestätigte die zuvor bereits vom Iran angekündigten Gespräche.

Trump habe sich klar gegen jegliche nukleare Aktivitäten des Irans ausgesprochen, sagte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Er wolle prüfen, ob ein Abkommen erzielt werden könne. Leavitt verwies darauf, dass Trump als Oberbefehlshaber «der mächtigsten Armee der Welt neben der Diplomatie noch viele weitere Optionen zur Verfügung» stünden.

Unklar bleibt die Tagesordnung. Der Iran möchte sich laut Außenminister Abbas Araghtschi auf das iranische Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen beschränken. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten wie der Hamas im Gazastreifen, der Hisbollah-Miliz im Libanon und der Huthi im Jemen Themen sein müssten. 

Bereits am Mittwoch hatte Araghtschi die Atomgespräche für Freitag um 10.00 Uhr (Ortszeit) in der omanischen Hauptstadt Maskat angekündigt. Kurz zuvor hatte es noch Medienspekulationen darüber gegeben, dass das Format abgesagt worden sei.

Diplomatie statt Angriffe?

Trump hatte vor wenigen Wochen erklärt, beide Länder wollten wieder miteinander sprechen. Zuvor hatte der Republikaner der iranischen Führung noch mit Angriffen gedroht, nachdem der iranische Sicherheitsapparat brutal gegen Massenproteste vorgegangen war.

Am Mittwoch richtete Trump warnende Worte an den obersten Führer des Landes. Auf die Frage, ob Ajatollah Ali Chamenei aktuell besorgt sein solle, antwortete Trump dem Sender NBC News: «Ich würde sagen, er sollte sehr besorgt sein.» Einen konkreten Grund dafür nannte Trump in dem Zuge nicht direkt. Er verwies aber auf Verhandlungen beider Länder. Im Falle, dass der Iran versuche, sein Atomprogramm wiederaufzubauen, drohte der US-Präsident damit, der Führung des Landes «schlimme Dinge» anzutun. 

Viele Iranerinnen und Iraner, die Anfang Januar noch gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik demonstriert hatten, sehen neue Verhandlungen kritisch. Sie fordern einen Machtwechsel und fürchten, dass neue Gespräche der Regierung in Teheran nun den Rücken stärken. Tausende Demonstranten sollen in den Nächten des 8. und 9. Januar getötet worden sein.

Vance hält Diplomatie mit dem Iran für schwierig

Ob der diplomatische Weg erfolgreich sein wird, ist unklar - US-Vizepräsident JD Vance hält Diplomatie mit dem Iran für außerordentlich schwierig. Grund dafür sei, dass Ajatollah Chamenei zwar alle strategischen Entscheidungen treffe, aber nicht direkt mit den USA spreche. «Es ist bizarr, dass wir nicht einfach mit der tatsächlichen Führung eines Landes sprechen können. Das erschwert Diplomatie ganz erheblich», sagte Vance in der «Megyn Kelly Show».

Vance sagte weiter: «Offen gesagt halte ich es für außerordentlich schwierig, mit ihnen Diplomatie zu betreiben. Die Person, die im Iran die Entscheidungen trifft, ist der Oberste Führer. Der Präsident, so heißt es, hat kaum Einfluss und spielt keine entscheidende Rolle. Der Außenminister scheint mit dem Obersten Führer zu sprechen, und das ist im Wesentlichen die Person, mit der wir kommuniziert haben.» Das mache alles deutlich komplizierter und die gesamte Situation wesentlich absurder.

US-Minister über Irans Führung: Ratten verlassen das Schiff

US-Finanzminister Scott Bessent ging die Führung in Teheran derweil ungewöhnlich scharf an. Die US-Regierung habe gesehen, wie die iranische Führung «wie verrückt Geld außer Landes» schaffe. «Die Ratten verlassen also das sinkende Schiff», sagte er vor einem Senatsausschuss. Bessent wertete dies als «gutes Zeichen», dass Teheran wisse, dass das Ende nahen könne.

Diplomatie / Konflikte / Iran / USA / Oman / Atomprogramm / Verhandlungen
05.02.2026 · 21:39 Uhr
[0 Kommentare]
US-Flagge (Archiv)
Washington - Ein US-Kampfflugzeug des Typs F-15E wurde am Freitag über dem Iran abgeschossen. Das berichten mehrere US-Medien und iranische Medien übereinstimmend. Das Weiße Haus bestätigte, dass US-Präsident Trump über den Vorfall informiert wurde, kommentierte den Verbleib der Crew jedoch nicht. Berichten zufolge wurde eins der beiden Crewmitglieder […] (00)
vor 2 Stunden
Daniel Radcliffe
(BANG) - Daniel Radcliffe hat "tiefgreifendes Glück" gefunden, seit er Vater geworden ist. Der britische Schauspieler – der bereits im Alter von elf Jahren als titelgebender Zauberlehrling in der 'Harry Potter'-Filmreihe berühmt wurde – glaubt, dass sein jüngeres Ich ihn heute nicht wiedererkennen würde. Damals sei er "zutiefst unglücklich" gewesen, […] (00)
vor 12 Stunden
iPhone 18 Pro offenbar ohne schwarze Farbvariante
Einem aktuellen Gerücht zufolge wird Apple bei den kommenden iPhone 18 Pro Modellen auf ein schwarzes Gehäuse verzichten. Zum Vergleich: Die derzeitige iPhone 17 Pro Serie ist in den markanten Farben Silber, Cosmic Orange und Deep Blue erhältlich. iPhone im Business, Quelle: Unsplash Kein Schwarz für die iPhone 18 Pro Modelle Wie der bekannte […] (00)
vor 7 Stunden
Switch 2: Ehemaliger Nintendo-Mitarbeiter warnt vor kommendem Preisanstieg
Die Nintendo Switch 2 ist seit ihrem Launch eine der meistgekauften Konsolen des Jahres – doch wer noch mit dem Kauf gehadert hat, könnte bald in eine unangenehme Situation geraten. Ein ehemaliger Nintendo-Vertriebsmitarbeiter hat sich öffentlich zu den Preisentwicklungen des Unternehmens geäussert, und seine Einschätzung lässt aufhorchen. Was der Ex- […] (00)
vor 7 Stunden
Tubi kündigt zweite Staffel von «Big Mood» an
Der Streamingdienst setzt die Comedyserie mit Nicola Coughlan und Lydia West im April fort. Der werbefinanzierte Streaminganbieter Tubi hat den Trailer zur zweiten Staffel von Big Mood veröffentlicht. Die neuen Folgen feiern am 16. April Premiere und führen die Geschichte rund um die komplizierte Freundschaft von Maggie und Eddie weiter. Ein Jahr ist vergangen, seit sich die beiden besten […] (00)
vor 11 Stunden
Joachim Löw
Berlin (dpa) - Um Weltmeister-Trainer Joachim Löw gibt es ein überraschendes und wenig glaubhaftes Comeback-Gerücht - und der 66-Jährige räumt es auch schnell aus der Welt. Laut des Portals «ghanasoccernet» könnte Löw für die anstehende Fußball-WM die Nationalmannschaft Ghanas als Trainer übernehmen. Doch dazu wird es wohl nicht kommen. «Mit mir hat […] (02)
vor 7 Stunden
btc, bitcoin, coin, cryptocurrency, crypto, finance, trader, currency, money
Der Kryptoanalyst Jordan prognostiziert, dass der Bitcoin-Kurs kurzfristig auf $80.000 steigen könnte. Er verweist auf einen bullischen Trend, der im Februar begann und diese Rallye für die führende Kryptowährung auslösen könnte. Bitcoin-Kurs strebt Rallye auf $80.000 an In einem Beitrag auf X erklärte Jordan, dass der Bitcoin-Kurs auf $80.000 steigen könnte, basierend auf einem bullischen […] (00)
vor 1 Stunde
Von  "Meuterei auf der Bounty" zur Pn-Domain
Koeln, 03.04.2026 (PresseBox) - Es beginnt, wie große Geschichten oft beginnen: mit zu viel Ordnung. An Bord der HMS Bounty herrscht im Jahr 1789 ein Regiment aus Disziplin und Härte. William Bligh, ein Mann von eiserner Selbstkontrolle, führt seine Mannschaft durch die Weiten des Pazifiks – und zugleich in eine immer engere innere Enge. Denn draußen […] (00)
vor 5 Stunden
 
Papst Leo XIV.
Rom (dpa) - Das Osterfest vor einem Jahr haben viele Katholiken in unguter […] (00)
Mann droht mit Anschlag in ICE
Siegburg (dpa) - Schock im abendlichen Reiseverkehr: In einem ICE in Nordrhein- […] (05)
Johann Wadephul (Archiv)
Berlin - Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich beunruhigt über […] (01)
Prinzessin Leonor absolviert ihren ersten Soloflug
Kopenhagen (dpa) - Eine Karriere beim Militär? In Europas Königshäusern ganz normal - […] (00)
KONAMI veröffentlicht Darwin’s Paradox!
Konami Digital Entertainment, B.V. (KONAMI) gibt heute die Veröffentlichung von […] (00)
Apple verschickt Einladungen für die WWDC 2026 im Apple Park
Apple hat offiziell die Einladungen an die glücklichen Gewinner […] (00)
Mathieu van der Poel und Tadej Pogačar
Sint-Niklaas (dpa) - Mathieu van der Poel ergriff vorsorglich schon einmal die […] (01)
Christian Ulmen
(BANG) - Die Vorwürfe gegen Schauspieler Christian Ulmen sorgen derzeit bundesweit […] (00)
 
 
Suchbegriff