Iran erwägt Kauf chinesischer Kampfjets zur Modernisierung seiner Luftwaffe
Nach der kürzlichen Waffenruhe mit Israel prüft der Iran laut einem Bericht die Anschaffung moderner chinesischer Kampfflugzeuge vom Typ Chengdu J-10. Dies berichtet die iranische Zeitung 'Entekhab' und verweist auf die Bedeutung der jüngsten Reise des iranischen Verteidigungsministers Asis Nasirsadeh nach China. Nasirsadeh war zu einem Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in die Küstenstadt Qingdao gereist, um die Beziehungen zu vertiefen.
Die derzeitige militärische Schwäche des Irans liegt in seiner Luftwaffe, die seit der Revolution 1979 stark veraltet ist. Aufgrund internationaler Sanktionen war eine Modernisierung kaum möglich, und iranische Bestrebungen, moderne russische Su-35-Kampfjets zu erwerben, blieben bislang erfolglos. Teheran konzentrierte sich bisher auf eine Verteidigungsstrategie, die vermehrt Raketen- und Drohnenprogramme sowie die Unterstützung militanter Gruppen betonte.
Trotz internationaler Isolation sichert der Ölverkauf die iranischen Staatseinnahmen, wobei China als wichtigster, wenn auch inoffizieller Abnehmer auftritt. Ein Waffengeschäft könnte somit theoretisch umgesetzt werden, doch bleibt ungewiss, ob Peking zu einem Verkauf der Jets bereit ist.
In der jüngsten Vergangenheit griff Israel iranische Ziele an, um auf die Bedrohung durch das umstrittene Atomprogramm zu reagieren. Dabei kam es zu einem Austausch von Raketen- und Drohnenangriffen, bevor eine Waffenruhe vereinbart wurde.

