IOC verbietet Eisschnellläuferin Schlörb gewohnte Schlittschuhe
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat der 22-jährigen deutschen Eisschnellläuferin Josephine Schlörb untersagt, bei den Olympischen Winterspielen 2026 ihre üblichen Schlittschuhe zu tragen. Die Vize-Europameisterin von 2024 bestätigte dies in der „Sächsischen Zeitung“. Grund für die Entscheidung ist Regel 50 der Olympischen Charta, die politische Aussagen während der Wettkämpfe verbietet.
Auf ihren bisherigen Maßschuhen prangten Botschaften wie „Hass ist keine Meinung. Diskriminierung ist ein Verbrechen“. Schlörb hatte vorsorglich den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) kontaktiert. Knapp ein halbes Jahr später teilte das IOC mit, dass die Schuhe in Mailand nicht zugelassen werden. „Es muss komplett frei von politischen Gedanken sein“, so Schlörb. „Du darfst drumherum alles machen, alles tragen, alles sagen – aber beim Wettkampf selbst darfst du keine politischen Statements bringen“.
Kein Verdecken der Aufschriften erlaubt
Sogar der Vorschlag, die Aufdrucke unkenntlich zu machen, lehnte das IOC ab. Die Behörde befürchtet, dass dies zu Nachfragen über den ursprünglichen Inhalt führen könnte. Schlörb musste daher ein alternatives Design entwickeln. Sie wählte eine Weltkarte, die aus dem Wort Respekt in unterschiedlichen Farben geformt ist. Dieses Motiv erhielt die Freigabe des IOC.
Die Athletin ist mit ihrer neuen Maßanfertigung zufrieden: „Ich liebe diesen Schuh“. Damit endet die Auseinandersetzung um die Ausrüstung positiv für die Sportlerin, die nun unter den olympischen Regeln antreten kann. Die Debatte unterstreicht die strenge Auslegung der Vorgaben zu neutraler Präsentation während der Wettbewerbe.

