Fatekeeper startet am 2. Juni in den Early Access – Deutsches Studio Paraglacial wagt den Schritt
Nur 13 Leute, ein Büro in Garmisch Partenkirchen und ein düsteres Action RPG, das sich sehen lassen kann: Fatekeeper von Paraglacial geht am 2. Juni 2026 in den Early Access auf Steam. Was auf dem Papier nach einem weiteren kleinen Indie Titel klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eines der spannendsten deutschen Spieleprojekte des Jahres – nicht zuletzt, weil mit THQ Nordic ein dicker Publisher im Rücken steht, der normalerweise nicht auf winzige Teams setzt.
Ein deutsches Soulslike mit eigenem Stil
Fatekeeper ist kein weiterer billiger Soulslike Klon, auch wenn die düstere Fantasy Atmosphäre und das fordernde Kampfsystem natürlich an die Klassiker von FromSoftware erinnern. Paraglacial setzt stattdessen auf ein eigenes Kampfsystem mit Fokus auf flüssige Combos und taktische Ausweichmanöver. Die spielbare Demo auf Steam hat bereits eine überraschend positive Resonanz eingefahren – die Community lobt vor allem die präzise Steuerung und das stimmungsvolle Leveldesign, das an die düsteren Hallen von Dark Souls erinnert, aber durch eigenständige Licht- und Schatteneffekte eine ganz eigene Identität entwickelt.
Was das Spiel von der Konkurrenz abhebt, ist die enge Verzahnung von Story und Gameplay. Statt dich durch zusammenhanglose Areale zu prügeln, entscheidest du hier tatsächlich über das Schicksal der Welt – der Titel „Fatekeeper“ ist Programm. Jeder besiegte Boss, jede freigeschaltete Fähigkeit verändert die Spielwelt und schaltet neue narrative Pfade frei. Das erinnert ein wenig an Hollow Knight oder Tunic, übersetzt aber die Metroidvania Elemente in ein actionreicheres 3D Gewand.
Early Access mit offenem Entwicklungspfad
Der Early Access Start am 2. Juni ist kein halbgarer Release. Paraglacial hat klargemacht, dass die erste Version bereits spielbar und umfangreich ist. Trotzdem: 13 Leute sind 13 Leute. Das Team plant, basierend auf Community Feedback regelmäßig Updates nachzuschieben und das Spiel Stück für Stück zur Vollversion zu formen. Wie lange das dauert und was genau alles noch kommt? Unklar.
Das ist einerseits ehrlich – andererseits ein Risiko. Early Access Spiele deutscher Indie Studios haben in der Vergangenheit gezeigt, dass der Weg zur 1.0 Vollversion steinig sein kann. Wer also überlegt, direkt am 2. Juni zuzuschlagen, sollte sich bewusst sein, dass er in ein wachsendes, aber noch nicht fertiges Spiel investiert. Wer Paraglacial eine Chance geben will, unterstützt damit aber auch ein ambitioniertes Team, das sich mit einer Demo bereits ein respektables Fundament erarbeitet hat. Unter dem Strich bleibt Fatekeeper ein vielversprechender Kandidat für alle, die auf der Suche nach einem knackigen Action RPG mit deutscher Seele sind.
Auf den Pixel gefühlt…
Kurz, präzise, unbestechlich

