Investoren verlagern Hedgefonds-Investitionen von USA nach Europa und den Nahen Osten
Reiche Investoren aus den Vereinigten Staaten und Asien haben sich in diesem Jahr verstärkt von US-Hedgefonds abgewandt und ihre Aufmerksamkeit auf Europa und den Nahen Osten gerichtet. Laut einer von der Bank of America durchgeführten Umfrage haben sich die Erwartungen europäischer Allokationen um 8 % gesteigert. Dies zeigt einen signifikanten Trendwechsel, der in der jüngsten Untersuchung des Finanzinstituts im Vergleich zum vergangenen Jahr sichtbar wird.
Von den 263 befragten Investoren, die zusammen Kapital in Höhe von rund 840 Milliarden Dollar repräsentieren, haben viele angekündigt, in europäische und nahöstliche Hedgefonds zu investieren. Besonders bemerkenswert ist, dass große globale Hedgefonds in wirtschaftlichen Zentren wie Abu Dhabi und Dubai expandiert haben und diese besonders bei vermögenden Amerikanern und Asiaten beliebt sind.
Besonders große Fonds, die über 10 Milliarden Dollar verwalten, zeigen ein Interesse an sogenannten 'separately managed accounts', speziellen Investitionsvehikeln, die für einzelne Investoren maßgeschneidert sind. Dies spiegelt den Wunsch wider, individuelle Anlagestrategien zu verfolgen und dabei von spezialisierter Fachkompetenz zu profitieren.
Auf der anderen Seite fließen auch wieder verstärkt Gelder in die öffentlichen US-Aktienmärkte zurück. Die jüngsten Zahlen der EPFR zeigen, dass bis zu 58 Milliarden Dollar in diesem Jahr in US-Aktienfonds investiert wurden – dies ist ein neues Hoch an wöchentlichen Zuflüssen. Solche Aktivitäten unterstreichen die dynamischen Veränderungen in der globalen Investitionslandschaft, in der sowohl kurzfristige als auch langfristige Strategien berücksichtigt werden.

