Intesa Sanpaolo schmiedet ehrgeizige Wachstumspläne bis 2029
Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat ehrgeizige Wachstumspläne angekündigt, die sie bis zum Jahr 2029 umsetzen möchte. Nach einem beeindruckenden Gewinnsprung plant die Bank, ihren Überschuss von derzeit 9,3 Milliarden Euro auf mehr als 11,5 Milliarden Euro zu steigern. Für das laufende Jahr peilt sie einen Gewinn von rund 10 Milliarden Euro an. Bankchef Carlo Messina verkündete zudem, bis 2029 rund 50 Milliarden Euro in Dividenden und Aktienrückkäufe zu investieren, ein Großteil der Gewinne soll hierfür eingesetzt werden.
Diese Ankündigung wurde an den Börsen mit Erleichterung aufgenommen. Nachdem die Aktie der Intesa Sanpaolo am Morgen einen Verlust von mehr als zwei Prozent verzeichnet hatte, stabilisierte sich ihr Kurs im Mittagshandel wieder auf dem Niveau des Freitagabends. Im vergangenen Jahr litt die Bank unter sinkenden Zinsüberschüssen, die um fast sechs Prozent zurückgingen. Ein Anstieg bei den Provisionen konnte diesen Rückgang nicht vollständig kompensieren. Dennoch stiegen die Gesamterträge um 0,6 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro, unterstützt durch gesunkene Betriebskosten.
Trotz höherer Rückstellungen für potenzielle Kreditausfälle blieb der Nettogewinn dank einer niedrigeren Steuerbelastung beeindruckend hoch und lag bei 9,3 Milliarden Euro, fast acht Prozent mehr als im Vorjahr. Für das Jahr 2025 plant Intesa Sanpaolo, inklusive einer bereits gezahlten Zwischendividende von 18,60 Cent, insgesamt 37,60 Cent je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 6,5 Milliarden Euro. Ab Juli 2026 plant die Bank, für 2,3 Milliarden Euro eigene Aktien zurückzukaufen, was Teil des umfangreichen Rückkauf- und Dividendenplans ist, der vorsieht, 75 Prozent der Gewinne direkt an die Aktionäre auszukehren. In den Jahren 2026 bis 2029 sollen sogar 95 Prozent der Jahresgewinne an die Anteilseigner fließen.

