Internationale Hilfsaktion: Über dem Gazastreifen werden dringend benötigte Güter abgeworfen
Die dramatische humanitäre Lage im Gazastreifen hat eine beispiellose internationale Hilfsaktion ausgelöst. Laut den israelischen Streitkräften wurden am Freitag über diesem umkämpften Gebiet Hilfslieferungen aus sechs Ländern abgeworfen. Die völkerübergreifende Aktion umfasste insgesamt 126 Paletten mit dringend benötigten Lebensmitteln. Dabei beteiligten sich Deutschland, Spanien, Frankreich, Jordanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate an der koordinierten Lieferung.
Allen voran entsandte Deutschland mit eigenen Luftstreitkräften 34 Paletten, die rund 14 Tonnen an Nahrungsmitteln und medizinischen Materialien beinhalteten. Diese Güterabwürfe über dem Küstengebiet am Mittelmeer sind Teil der Bemühungen, die Not der Zivilbevölkerung zu lindern und die Gesundheitsversorgung in der Region zu verbessern.
Trotz des unermüdlichen Engagements stehen die Luftabwürfe auch in der Kritik. Philippe Lazzarini, Chef des UN-Palästinenserhilfswerks, bezeichnete diese Praxis als enorm kostspielig. Er wies darauf hin, dass die Logistik von Luftabwürfen mindestens 100 Mal teurer sei als der Transport derselben Gütermengen über Land, wobei zudem mit Lastwagen wesentlich höhere Volumina bewegt werden können.
Die UNO warnt vor einer akuten Hungersnot in dem Gebiet, welches unter strikter Kontrolle der israelischen Regierung steht. Nachdem die Grenzübergänge monatelang kaum geöffnet wurden, um den Druck auf die Hamas zu erhöhen, hat Israel seit Sonntag wieder größere Hilfslieferungen über den Landweg zugelassen und auch die Abwürfe aus der Luft gestattet. Diese Schritte bieten einen Hoffnungsschimmer für die Menschen im Gazastreifen, deren Alltag von Versorgungsengpässen geprägt ist.

