Intensivierung der Bodenoffensive: Massenflucht aus Gaza
Im Zuge der kontroversen Bodenoffensive der israelischen Armee in der Stadt Gaza verlassen weiterhin zahlreiche Menschen die Region. Nach Berichten der Deutschen Presse-Agentur haben seit Montag Tausende von Einwohnern den nördlichen Gazastreifen aufgrund heftiger militärischer Auseinandersetzungen verlassen. Die israelischen Streitkräfte haben ihren Vorstoß weiter vorangetrieben und sind mittlerweile ins Stadtzentrum vorgedrungen. Auch die "Times of Israel" bestätigt diese Vorstöße der Armee.
Nach Informationen aus israelischen Militäroperationen sind inzwischen etwa 640.000 Palästinenser geflohen, nachdem das Militär am Montag meldete, dass bereits 550.000 Menschen die Stadt verlassen hatten. Vor der intensiveren militärischen Offensive hatte die Stadt eine Bevölkerung von rund einer Million Menschen, darunter viele Binnenvertriebene. Die israelische Armee hat Anweisungen ausgegeben, in den südlichen Teil des Gazastreifens zu fliehen.
Laut medizinischen Quellen im Gazastreifen wurden durch die israelischen Angriffe 18 Menschen in der Stadt Gaza getötet, wenngleich diese Informationen bislang nicht unabhängig verifiziert werden konnten.
Eine weitere Meldung der israelischen Armee besagt, dass am Montag ein Soldat im Norden des Gazastreifens ums Leben kam. Berichten aus israelischen Medien zufolge fand sein Tod in der Stadt Gaza statt, womit er der erste Soldat ist, der dort seit Beginn der Bodenoffensive vor einer Woche starb.
Der Gaza-Konflikt wurde ursprünglich durch einen schwerwiegenden Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 entfacht, bei dem etwa 1.200 Menschen getötet und über 250 entführt wurden. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen sollen Angaben der Hamas-Gesundheitsbehörde zufolge mehr als 65.300 Palästinenser ums Leben gekommen sein.

