Intel setzt auf Transformation: Altera-Mehrheit geht an Silver Lake
Intel geht einen weiteren Schritt in seiner strategischen Neuausrichtung und veräußert eine Mehrheitsbeteiligung seines Geschäfts mit programmierbaren Chips, Altera, an die Investmentfirma Silver Lake Management. Diese Transaktion bewertet Altera mit beeindruckenden 8,75 Milliarden US-Dollar, was rund 7,7 Milliarden Euro entspricht. Der renommierte Chiphersteller wird weiterhin 49 Prozent der Anteile halten, wie kürzlich aus den Unternehmenskreisen in Santa Clara mitgeteilt wurde.
Vor rund einer Dekade hatte Intel das Unternehmen Altera für circa 17 Milliarden Dollar erworben. Altera ist bekannt für seine Mehrzweck-Chips, die vorwiegend in Telekommunikationsnetzen zum Einsatz kommen. Der Verkauf steht im Einklang mit Intels Ankündigung aus dem Vorjahr, wonach der Konzern beabsichtigte, Teile von Altera zu veräußern.
Unternehmenschef Lip-Bu Tan hatte kürzlich betont, dass nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte geprüft und gegebenenfalls ausgegliedert würden. Intel, einst beherrschend im Halbleitermarkt, sieht sich seit geraumer Zeit mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Im Bereich der Chips für künstliche Intelligenz hat Nvidia die Spitzenposition übernommen, während Intel im angestammten Geschäftsfeld der PC-Prozessoren und Rechenzentrums-Chips unter zunehmendem Druck steht.

