Intel setzt auf Nvidia: Eine Wende in Sicht?
Intel sorgt mit einem bahnbrechenden 5-Milliarden-Dollar-Investment und einer Partnerschaft zur Chipentwicklung mit dem AI-Vorreiter Nvidia für Aufsehen an den Märkten. Diese Zusammenarbeit, die auf den stark wachsenden Bereich der Datenzentren und PCs abzielt, hat den Aktienkurs von Intel um 22 % auf rund 30 Dollar ansteigen lassen. Damit erreicht die Aktie ein Niveau, das zuletzt im Juli 2024 gesehen wurde, bevor eine Überraschungsverlustmeldung und ein umfassender Restrukturierungsplan das Vertrauen der Investoren erschütterte und den Aktienkurs schlagartig sinken ließ.
Seit einem Jahr arbeitet das strauchelnde Unternehmen intensiv an seiner Neupositionierung: Ein neuer CEO ist an Bord, Arbeitsplätze wurden abgebaut und ein Abkommen mit Präsident Donald Trump über den Verkauf eines 10%-Anteils an die Regierung geschlossen. Diese Maßnahmen haben den Aktienkurs in diesem Jahr bereits um 24 % steigen lassen. Mit neuem Schwung durch Nvidia haben sich Intels Gewinne in diesem Jahr um über 50 % erhöht. Analysten sehen in dieser Dynamik ein mögliches Stimmungsbarometer für die Aktie, die von der Wall Street bisher eher zögerlich bewertet wurde.
Bislang hielten alle 11 von Visible Alpha befragten Analysten ein „Halten“-Rating für die Intel-Aktie. „Ein Game-Changer-Deal für Intel", kommentiert Dan Ives von Wedbush, da dies das Unternehmen ins Zentrum des AI-Geschehens rückt. Dieser Schachzug könnte Intels Rückgänge in den Marktanteilen für Server und PC-Produkte ausbremsen und zugleich langfristige Perspektiven stärken.
Allerdings sehen einige Analysten weiteren Unterstützungsbedarf. Patrick Moorhead von Moor Insights & Strategy sprach von einem „Schritt in die richtige Richtung“, wobei Intel wohl weitere 5 bis 10 Milliarden Dollar für den Ausbau der Chipproduktion benötige. Es könnte jedoch Investoren geben, die bereit sind, für entsprechende Anreize einzusteigen. Die Frage sei jedoch, wie es um Kontrolle, Eigentumsanteile und Stimmrechte stehe.

