Datenleck in Frankreich: Zugriff auf Millionen Kontodaten sorgt für Aufruhr
In Frankreich sorgt ein massiver Sicherheitsvorfall für Aufsehen, nachdem ein Unbekannter illegal Zugriff auf 1,2 Millionen Kundendaten französischer Banken erlangte. Indem er sich die Zugangsdaten eines Beamten zur nationalen FICOB-Datenbank beschaffte, konnte der Hacker sensible Informationen wie Bankverbindungen, Identitäten der Kontoinhaber, Adressen und teilweise Steueridentifikationsnummern einsehen. Der Angriff, der bereits seit Ende Januar im Gange war, wurde von den Behörden schließlich entdeckt und gestoppt.
Die betroffenen Kunden werden in Kürze durch ihre Banken über den möglichen Zugriff auf ihre Daten informiert. In einer umfassenden Sicherheitskampagne werden Banken dazu angehalten, ihre Kunden zur erhöhten Wachsamkeit zu ermahnen. Bisher ist unklar, ob die gestohlenen Informationen bereits missbraucht wurden, und wer hinter dieser Cyberattacke steckt.
Obwohl die eingesehenen Daten keinen direkten Zugriff auf Kontostände oder Überweisungen ermöglichen, arbeitet die Generaldirektion für öffentliche Finanzen (DGFiP) in Zusammenarbeit mit weiteren Behörden intensiv an der Verbesserung der Sicherheit des Informationssystems. Der Vorfall wurde der Datenschutzbehörde gemeldet und eine Strafanzeige eingereicht, während der Druck auf transparente Aufklärung steigt.

