Innovation im Zahlungsverkehr: Sparkassen führen Payback-Punkte mit Girocard ein
Payback, Deutschlands prominentestes Bonusprogramm, setzt seine Expansion mit der Integration in das Sparkassen-Netzwerk fort. Seit dem 1. Juli können Kunden, die ihre Einkäufe mit der Girocard tätigen, an einer Punktesammlung teilnehmen. Die Bonuspunkte werden bei Zahlungen mit der Girocard – umgangssprachlich immer noch als „EC-Karte“ bekannt – gutgeschrieben.
Diese Entwicklung steht vorerst registrierten Nutzern offen, die in bestimmten regionalen Geschäften einkaufen, die als Partner der „S-Vorteilswelt“ bekannt sind. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk, in dem Händler spezielle Angebote offerieren. Der Plan sieht vor, dass in Zukunft Payback-Punkte bei ungefähr 12.000 lokalen Händlern in Deutschland gesammelt werden können.
Ein entscheidender Vorteil: Kunden benötigen keine zusätzliche Karte oder App, um an diesem Bonusprogramm teilzunehmen. Die neuesten Girocards der Sparkassen sind bereits mit einem Payback-Logo versehen, allerdings ist eine einmalige Anmeldung erforderlich, um die Verbindung zu aktivieren. Dies kann einfach über das Online-Banking oder die Sparkassen-App geschehen.
Ab Herbst sind auch die großen nationalen Partner des Bonussystems – darunter Aral, dm und Edeka – mit von der Partie. Zudem können die teilnehmenden Sparkassen Payback-Punkte für ausgewählte Finanzprodukte und Dienstleistungen vergeben. Payback selbst kooperiert mit rund 700 Unternehmen, mit über 34 Millionen aktiven Nutzern in Deutschland.
Die Partnerschaft zwischen Payback und den Sparkassen wurde bereits im Herbst 2023 vertraglich festgelegt, wobei eine vollständige Integration bis 2025 angepeilt ist. Es handle sich hierbei um eine komplexe Integration in die Kassensysteme, wie Payback-Geschäftsführer Bernhard Brugger erklärt. Dennoch gibt es kritische Stimmen: Verbraucherschützer warnen vor der Preisgabe persönlicher Daten, was zu einer "gläsernen Kunden"-Situation führen könnte.
Die Partner betonen, dass lediglich notwendige Informationen, wie die Payback-Nummer und das Zahlungsdatum, übermittelt werden. Eine Weitergabe weiterer Zahlungsdaten sei ausgeschlossen. Knapp 343 Sparkassen sind nahezu vollständig an diesem neuen Konzept beteiligt.

