Inflationsschub überraschend zäh: Fed erwartet langen Kampf
Die Federal Reserve steht vor einer anspruchsvolleren Aufgabe zur Bekämpfung der Inflation als zunächst angenommen. Aktuellen Wirtschaftsprognosen zufolge gehen die Fed-Vertreter davon aus, dass die erhöhte Inflation mehr als sieben Jahre andauern könnte, was über die vorherigen Erwartungen hinausgeht. Diese Einschätzung hebt die Herausforderungen hervor, mit denen die Zentralbank konfrontiert ist, insbesondere in Zeiten nach der Pandemie.
Jerome Powell, der Vorsitzende der Fed, räumte in einer Pressekonferenz ein, dass sich die Zielsetzungen kontinuierlich verändern, was als inhärenter Bestandteil von Wirtschaftsprognosen zu verstehen ist. Damit verbunden schreibt das FOMC fest, welches Niveau des Federal Funds Rate zur Stabilisierung der Inflation langfristig geeignet ist.
Ein bedeutendes Hindernis stellt die Unsicherheit über den Zustand der Wirtschaft in den kommenden Jahren dar. Powell betonte, dass die Prognosen darauf ausgerichtet sind, die Inflation zumindest bis zum Ende des Prognosezeitraums auf das 2%-Ziel zurückzuführen. Ein weiteres Problem resultiert aus den Handelszöllen der Trump-Ära, die nun den Verbraucherpreisindex weiter unter Druck setzen.
Zur Entlastung des Arbeitsmarktes hat das geldpolitische Komitee der Fed am Mittwoch beschlossen, den Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt zu senken. Trotz der Herausforderungen wiederholte Powell das Engagement der Fed in Bezug auf ihr Doppelmandat: maximale Beschäftigung und stabile Preise, zum Wohl der US-amerikanischen Bevölkerung.

