Inflation in der Eurozone: Anstieg leicht über dem Vorjahresniveau
In der Eurozone hat die Inflation im Juni einen moderaten Anstieg verzeichnet. Laut einer vorläufigen Schätzung des Statistikamts Eurostat stieg die Jahresinflationsrate auf 2,0 Prozent. Im Vergleich dazu war im Mai die Teuerungsrate auf 1,9 Prozent gesunken. Dass sich die Inflationsrate in diesem Rahmen bewegt, entspricht den Erwartungen der Volkswirte, die einen leichten Anstieg vorausgesehen hatten.
Interessanterweise deckt sich die aktuelle Inflationsrate mit dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. Die Kerninflation, die volatile Komponenten ausklammert, liegt derweil mit 2,3 Prozent etwas höher. Angesichts konjunktureller Unsicherheiten und einer zuvor gesunkenen Inflationsrate hatte die EZB Anfang Juni den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent gesenkt, zum inzwischen achten Mal seit dem letzten Sommer.
Für die anstehende EZB-Entscheidung am 24. Juli erwarten die meisten Ökonomen keine weiteren Anpassungen der Zinspolitik. Jedoch verschlechtert die aggressive Zollpolitik der USA unter Präsident Donald Trump die Planbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklungen. Von solchen Handelskonflikten können die Preise für Industriegüter betroffen sein, was sich letztlich auch auf die Verbraucher durchschlägt.

