Industrieindex fällt, während Geldmenge wächst: Gemischte Signale für die Eurozone
Die Industrie der Eurozone steht vor Herausforderungen, da die Stimmung unter den Unternehmen im Dezember einen Rückgang auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten erlebt hat. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global sank erneut um 0,8 Punkte und erreichte 48,8 Punkte, was den zweiten monatlichen Rückgang in Folge markiert. Diese Entwicklungen verdeutlichen die vorherrschenden Unsicherheiten und die anhaltende Schwäche im Industriesektor der Region.
Währenddessen überraschte die Eurozone positiv mit einem unerwarteten Zuwachs der Geldmenge M3 im November. Laut der Europäischen Zentralbank erhöhte sich die Geldmenge im Jahresvergleich um 3,0 Prozent. Dieses Wachstum lag über den Erwartungen von Ökonomen, die mit einem Rückgang auf 2,7 Prozent gerechnet hatten, und gibt Anlass zur Hoffnung auf eine stabilere wirtschaftliche Basis.
In Großbritannien hingegen hielt sich die Aufhellung der Industriestimmung im Dezember in Grenzen. Der britische Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg zwar auf 50,6 Punkte, blieb jedoch hinter den Prognosen zurück, die von einem Anstieg auf 51,2 Punkte ausgingen. Diese Zahlen deuten auf eine zögerliche Erholung des Sektors hin.
Neben ökonomischen Entwicklungen steht auch der Klimaschutz im Fokus, da der CO2-Preis zum Jahreswechsel erneut angehoben wurde. Dies könnte sich für Verbraucherinnen und Verbraucher in höheren Tank- und Heizkosten niederschlagen und unterstreicht die Notwendigkeit, klimafreundliche Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit umzusetzen.
Ein Blick auf die Löhne zeigt, dass indische Beschäftigte in Deutschland im Jahr 2024 die höchsten Gehälter erzielten, gefolgt von Österreichern, US-Amerikanern und Iren. Deutsche Arbeitnehmer verdienen hingegen deutlich weniger im Vergleich zu ihren ausländischen Kollegen.
Parallel dazu hat US-Präsident Donald Trump mit einer möglichen Intervention im Iran gedroht, sollten die dortigen Proteste gewaltsam unterdrückt werden. Diese geopolitische Spannung hebt die Bedeutung von Stabilität und Diplomatie in der Region hervor.
Um den Arbeitsmarkt in Deutschland ist es ebenfalls nicht gut bestellt, da die Zahl der Erwerbstätigen 2025 nicht mehr angestiegen ist. Dies markiert das Ende eines zweijährigen Positivtrends in der Beschäftigungsentwicklung.
DIHK-Präsident Peter Adrian äußerte sich zur deutschen Klimapolitik und forderte Kurskorrekturen, um eine Zerstörung wichtiger Industrien zu vermeiden. Er plädierte für eine ausgewogene Herangehensweise, um wirtschaftliche Stabilität und ökologischen Fortschritt in Einklang zu bringen.

