Industrie im Wandel: Siemens-Chef Busch sieht Anpassungsbedarf
Inmitten des zunehmenden Zollstreits plädiert Roland Busch, der Vorstandsvorsitzende von Siemens, für eine Neuausrichtung der Industrie. "Die bisherigen Erfolgsstrategien werden in der Zukunft nicht mehr greifen", so Busch im Interview mit dem ZDF-"Morgenmagazin". Es müsse sorgfältig überlegt werden, in welche Regionen investiert wird, und lokal erzeugte Wertschöpfung sollte stärker in den Fokus rücken.
Dennoch bleibt Busch optimistisch über die Zukunft des globalen Handels und bekräftigt dessen Fortbestand. Parallel zu den wirtschaftlichen Sorgen beschäftigt die Unternehmen die US-amerikanische Handelspolitik unter Präsident Donald Trump, der mit wiederholten Zolldrohungen für Unruhe sorgt.
Ein umfangreiches Zollpaket seitens der US-Regierung soll demnächst vorgestellt werden und trägt zur Verunsicherung bei der Planung internationaler Geschäftsstrategien bei. Mit Blick auf Deutschlands Herausforderungen im Fachkräftemangel und die aktuellen Migrationsdebatten, betonte Busch die Bedeutung, Zugewanderte rasch in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Zudem regte er an, die allgemeine Leistungsbereitschaft in Deutschland zu stärken, um den industriellen und wirtschaftlichen Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

