Indien zwischen den Energiefronten: USA und Russland im Fokus
Der jüngste Kurs in der indischen Energiepolitik zeigt sich mit erweiterten Importplänen aus den USA, während gleichzeitig die Ölbezüge aus Russland weiterhin das internationale Interesse anziehen. Randhir Jaiswal, Sprecher des indischen Außenministeriums, hob hervor, dass Indien seit einem Jahrzehnt seine Energiebeschaffung konsequent ausgeweitet habe, und zwar insbesondere aus den Vereinigten Staaten. Indes bleibt offen, ob die umstrittenen Ölimporte aus Russland gestoppt werden, was jüngst von US-Präsident Donald Trump gefordert wurde. Trump hatte bereits mehrmals Kritik an der indischen Ölstrategie geäußert und Strafzölle als Hebel eingesetzt, um die Handelsbeziehungen zwischen Indien und Russland zu beeinträchtigen.
Dennoch betonte die indische Regierung ihre Absicht, dort einzukaufen, wo die Preise attraktiv erscheinen, unabhängig von internationalen Spannungen. Trotz der strategischen Überlegungen zieht Indien weiterhin signifikante Ölimporte aus Russland in Betracht. Ein wesentlicher Faktor sind die durch internationale Sanktionen begünstigten Rabatte, die Russland gewährt. Auch die Haltung des für Energie verantwortlichen stellvertretenden russischen Regierungschefs, Alexander Nowak, bestärkt Indien in seiner Position, stabile und günstige Lieferungen zu priorisieren.
Vor diesem Hintergrund betont Jaiswal, dass das Ziel stets eine verlässliche Energieversorgung und stabile Preise seien. Indiens Delegation sondiert derweil in den USA neue Handelsmöglichkeiten, um die Energieimporte zu diversifizieren. Während im September Russland mit 34 Prozent weiterhin Hauptlieferant für indisches Öl war, geht die Gesamtmenge der Importe leicht zurück. Dies zeigt sich in den Einsichten der "Times of India" und anderer indischer Medien, die Marktbeobachtungen zitieren.

