Indien und USA auf gutem Weg zu Handelsabkommen
In dieser Woche fanden zwischen indischen und US-amerikanischen Regierungsvertretern konstruktive Gespräche in Washington statt, bei denen beide Seiten übereinkamen, die Diskussionen über ein für beide Seiten vorteilhaftes Handelsabkommen fortzusetzen. Dies teilte das indische Handelsministerium in einer Erklärung mit. Eine Delegation unter der Leitung des indischen Handels- und Industrieministers Piyush Goyal besuchte vom 22. bis 24. September die USA und traf sich mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer sowie dem designierten Botschafter Sergio Gor.
Goyal und Greer nahmen auch an einem Treffen zwischen dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar und dem US-Außenminister Marco Rubio am Rande der UN-Generalversammlung in New York teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen Handel und Zölle. Weitere Aspekte der bilateralen Beziehungen wurden ebenfalls überprüft, wie der Sprecher des indischen Außenministeriums, Randhir Jaiswal, mitteilte.
Ein hochrangiger Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, äußerte, Indien dränge auf die Aufhebung des 25%igen Zusatzzolls, den Washington auf indische Waren wegen der russischen Ölkäufe erhebe. Beide Länder streben an, den ersten Teil des Abkommens bis zum Herbst abzuschließen. US-Präsident Donald Trump hatte am 27. August eine Strafabgabe von 25% auf indische Importe angekündigt, wodurch sich die Gesamtabgaben auf 50% verdoppelten, um Druck auf Moskau wegen dessen Einmarsch in die Ukraine auszuüben.
"Wie viele andere Länder erwarten wir ein bilaterales Abkommen mit weniger als 25% Zoll", meinte der Regierungsvertreter und fügte hinzu, dass bald die nächste Verhandlungsrunde in einem der beiden Länder stattfinden werde. Die Lage sei schwierig, aber man sei zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt werde, die alle ungelösten Fragen kläre, einschließlich der US-Bedenken über russische Ölkäufe und indische Anliegen wie H1B-Visa und Pharmatarife.

