In Libyen freigelassener Schweizer wieder daheim

14. Juni 2010, 11:42 Uhr · Quelle: dpa
Bern/Tripolis (dpa) - Fast zwei Jahre saß der Schweizer Max Göldi wegen fadenscheiniger Vorwürfe in Libyen fest, jetzt durfte er endlich ausreisen. Der Geschäftsmann konnte das nordafrikanische Land in der Nacht zum Montag verlassen.

Nach einem Zwischenstopp in Tunis traf er am frühen Morgen auf dem Flughafen Zürich-Kloten ein. Auf dem letzten Teil der Reise wurde er von der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey begleitet.

Der Schweizer Geschäftsmann, dem angebliche Verstöße gegen Aufenthaltsbestimmungen zur Last gelegt worden waren, musste zuletzt vier Monate in einem libyschen Gefängnis verbringen. Erst am vergangenen Donnerstag wurde er kurz vor Ende seiner Haftstrafe freigelassen.

Der Nervenkrieg zwischen Libyen und der Schweiz hatte vor zwei Jahren mit der Verhaftung eines Sohnes von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi in Genf begonnen. Der Gaddafi-Sohn Hannibal und seine Frau sollen Hotelangestellte misshandelt haben, was sie bestritten.

Zusammen mit Göldi war Rachid Hamdani, ein Schweizer Geschäftsmann tunesischer Herkunft, in Libyen vor Gericht gestellt worden. Den beiden Männern wurden unter anderem Visa-Vergehen vorgeworfen. Hamdani konnte Libyen später verlassen. Dagegen wurde Göldi im Februar zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Am Sonntag unterzeichnete die Schweizer Außenministerin in Tripolis ein Abkommen mit Libyen, das unter anderem eine Untersuchung des Falles vorsieht. Calmy-Rey war am Samstagabend zusammen mit ihrem spanischen Amtskollegen und EU-Ratsvorsitzenden Miguel Angel Moratinos in der libyschen Hauptstadt eingetroffen.

Calmy-Rey entschuldigte sich im Namen der Schweiz dafür, dass eine Genfer Zeitung illegal beschaffte Polizeifotos von Hannibal Gaddafi veröffentlicht hatte. Auch dieser Fall werde untersucht.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hielt sich am Abend ebenfalls in Tripolis auf. Zunächst wurde berichtet, der Schweizer Geschäftsmann solle zusammen mit Berlusconi das Land verlassen.

Angaben, wonach der Kanton Genf eine finanzielle Abfindung an die Familie Gaddafi in Höhe von 1,5 Millionen Euro gezahlt haben soll, wurden am Montag dementiert. Diese Summe hatten libysche Behörden am Sonntag genannt. Die Genfer Regierung wies die Berichte zurück.

Konflikte / Libyen / Schweiz
14.06.2010 · 11:42 Uhr
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