Immobilienaktien unter Druck: Fehlende Zinsfantasie belastet die Branche
Die Immobilienbranche sieht sich zu Wochenbeginn mit einer trüben Stimmung konfrontiert: Die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen in den USA hat nachgelassen, was den Sektor belastet. Während die Europäische Zentralbank (EZB) an der Zinsschwelle verharrt, wird von ihr in naher Zukunft keine weitere Lockerung erwartet. Historisch niedrige Zinsen waren stets ein Segen für Immobiliengeschäfte, indem sie günstigere Finanzierungsbedingungen ermöglichten.
Der europäische Immobiliensektor musste sich gegen einen positiven Markttrend behaupten, wobei der Branchenindex um 0,3 Prozent nachgab. Innerhalb des DAX fiel Vonovia durch einen Rückgang von 1,2 Prozent auf, während TAG Immobilien und LEG Immobilien zu den schwächsten Akteuren im MDAX gehörten.
Experten der Helaba wiesen darauf hin, dass die US-Notenbank Fed in der Vorwoche eine weitere moderate Zinssenkung vornahm. Fed-Vorsitzender Jerome Powell äußerte jedoch Zweifel an einer weiteren Reduktion im Dezember. Analysten hatten diese zuvor als gegeben betrachtet. Die Markterwartungen erlitten somit einen Dämpfer, wie das "Fed Watch Tool" der CME Group zeigt. Demnach sank die Wahrscheinlichkeit für eine zusätzliche Senkung um 0,25 Prozentpunkte binnen kürzester Zeit von 92 auf 69 Prozent.

