Illegaler Kryptoabbau in Brasilien: Festnahme nach Stromdiebstahl
Ein neuer Fall von illegalem Stromdiebstahl für Kryptoabbau hat in Brasiliens Bundesstaat Rio de Janeiro Schlagzeilen gemacht. Ein Mann wurde auf der Gouverneursinsel im Norden des Bundesstaates verhaftet, da er angeblich Strom außerhalb des Netzes abzapfte, um Kryptowährungen zu schürfen. Die Polizei entdeckte in einer eigens dafür angemieteten Immobilie mehrere Hochleistungsmaschinen für den digitalen Abbau und stellte fest, dass die Stromzufuhr ohne Zähler lief, was auf einen illegalen Bezug hinweist.
Obwohl der Kryptoabbau in Brasilien grundsätzlich legal ist, setzt sich die regierende Arbeiterpartei dafür ein, die Mining-Aktivitäten auf regulierte und lizenzierte Unternehmen zu beschränken. Ähnliche Vorfälle wurden kürzlich in São Paulo gemeldet, was zu einer behördlichen Offensive gegen illegale Aktivitäten im Kryptomining führte.
Südamerika ist zunehmend ein Hotspot für Kryptoabbau, sowohl legal als auch illegal. Venezuela kündigte im Mai 2023 Maßnahmen an, um illegale Minen zu schließen, um das ohnehin schon angespannte Stromnetz zu entlasten. Paraguay plant, ab April 2024 ein Verbot illegaler Mining-Operationen umzusetzen, nachdem der staatseigene Energieversorger Verluste in Millionenhöhe durch Stromdiebstahl beklagt.
Der Trend zur illegalen Kryptoaktivität ist jedoch ein globales Phänomen. Länder wie Malaysia, Thailand und Kuwait melden steigende Zahlen solcher Fälle, und erst kürzlich wurden in Hongkong zwei Männer verhaftet, weil sie Strom aus Pflegeheimen für Kryptomining umgeleitet haben sollen.

