Hypoport setzt Kurs auf Wachstumsziele trotz volatiler Märkte
Der Finanzdienstleister Hypoport zeigt sich optimistisch für das Erreichen seiner ambitionierten Jahresziele, gestützt von einer erholten Immobilienkreditnachfrage. Das im SDax indexierte Unternehmen prognostiziert für 2025 Umsätze von mindestens 640 Millionen Euro, wie es mit den veröffentlichten Halbjahreszahlen bekanntgab. Der operative Gewinn (Ebit) wird weiterhin mit 30 bis 36 Millionen Euro angegeben. Vorstandschef Ronald Slabke erläuterte, dass der 2024 angestoßene Marktumschwung in der privaten Immobilienfinanzierung trotz erhöhter Volatilität in 2025 fortbesteht. Hypoport führt den gesteigerten Bedarf an Wohneigentumskrediten auf eine sinkende Anziehungskraft des Mietwohnungsmarktes zurück. Für die Mittelschicht verlieren Mietwohnungen zunehmend an Bedeutung als Kaufalternative - eine Entwicklung, die bereits im Vorjahr beobachtet wurde. Im ersten Halbjahr 2025 konnte Hypoport seinen Umsatz um 13 Prozent auf 305 Millionen Euro steigern, während sich der operative Gewinn nahezu verdoppelte und 16 Millionen Euro erreichte. Der Nettogewinn belief sich auf 10,9 Millionen Euro, was einer nahezu Verdopplung im Jahresvergleich entspricht. Vorläufige Zahlen wurden bereits Ende Juli präsentiert. Zum Unternehmensnetzwerk von Hypoport gehören auch zahlreiche Anbieter digitaler Lösungen für Kreditwesen, Wohnungsmarkt und Versicherungen. Führend ist hier die Plattform Europace, die Finanzierungen für Immobilien, Bausparprodukte und Konsumkredite unterstützt. Die Entstehung von Hypoport geht auf die Fusion der 1954 gegründeten Dr. Klein & Co. AG mit der Europace AG zurück. Slabke, der seine Karriere bei Dr. Klein begann, führte Hypoport 1999 durch einen von ihm organisierten Management-Buyout.

