Hybride Bedrohungen: Mehrheit der Deutschen besorgt über nationale Sicherheit
Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov hat aufgedeckt, dass die Mehrheit der Deutschen hybride Angriffe als ernstzunehmendes Risiko für die nationale Sicherheit ansieht. Laut einer Erhebung im Auftrag des Digitalpolitik-Briefings "Digitalwende" durch das "Süddeutsche Zeitung Dossier" empfinden 61 Prozent der Befragten die Bedrohungslage als stark oder sehr stark. Ein Viertel der Teilnehmenden betrachtet das Risiko als geringfügig, während nur 3 Prozent keine Bedrohung erkennen können. Über 2.000 Personen waren Teil dieser umfassenden Meinungsabfrage.
Hybride Angriffe kombinieren eine Bandbreite an Methoden, um die Stabilität eines Ziels zu untergraben. Diese reichen von Cyberangriffen bis hin zu militärischen Operationen. Auch die strategische Verbreitung von Desinformationen über soziale Medien zählt dazu.
Experten des Verteidigungsministeriums warnen, dass das Hauptziel solcher Taktiken darin besteht, soziale Strukturen zu destabilisieren und die öffentliche Meinung zu manipulieren. Interessanterweise zeigt die Umfrage eine deutlich parteigebundene Einschätzung der Bedrohungslage.
Anhänger der Grünen sind zu 72 Prozent der Ansicht, dass Deutschland stark oder sehr stark gefährdet ist. Diese Ansicht teilen zu 71 Prozent die Anhänger der Union und zu 67 Prozent die der SPD. Auf der entgegengesetzten Seite des politischen Spektrums schätzen weniger als die Hälfte der AfD-Anhänger (49 Prozent) die Bedrohungslage als besonders kritisch ein.

