Hurrikan "Melissa" hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der Karibik
Der verheerende Hurrikan "Melissa" hat in mehreren Karibikstaaten schwerwiegende Schäden hinterlassen und mindestens 30 Menschenleben gefordert. Während sich der Sturm nach seinem Durchzug über Jamaika weiter in Richtung der Bahamas bewegt, werden mindestens zehn Menschen noch vermisst. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometern pro Stunde traf "Melissa" auf Haiti, Kuba und Jamaika, wo er verheerende überschwemmungen und Zerstörungen anrichtete.
In Haiti, dem am schwersten betroffenen Land, kamen mindestens 23 Menschen ums Leben, davon 20 allein in der Gemeinde Petit Goâve, wo ein Fluss über die Ufer trat. Besonders tragisch ist die hohe Zahl von Kindern unter den Opfern. Jamaika meldete vier Todesopfer, während es in Kuba bislang keine bestätigten Todesfälle gibt. Die Dominikanische Republik verzeichnete einen Toten. Die Karibikinseln sehen sich enormen Herausforderungen gegenüber.
In Jamaika brach die Infrastruktur teilweise zusammen; mehr als eine halbe Million Haushalte sind ohne Strom, Krankenhäuser und Brücken erlitten Schäden. Die Regierung hat das Land zum Katastrophengebiet erklärt. In Kuba wurden über 735.000 Menschen vorbeugend evakuiert.
In den sozialen Netzwerken kursieren erschütternde Aufnahmen von schwer betroffenen Regionen, die das Leid der Menschen eindrücklich dokumentieren. Der kubanische Ortsansässige Eduardo Córdoba Bergara brachte seine Familie angesichts der Zerstörungen in Sicherheit. Auch Jamaikas Regierungschef Andrew Holness gibt sich kämpferisch und fordert die Bevölkerung auf, sich der Herausforderung zu stellen und den Wiederaufbau optimistisch anzugehen.
Die Bahamas bereiten sich mittlerweile mit Evakuierungen von Inseln auf die Ankunft des Sturms vor, da weiterhin starke Regenfälle und Sturzfluten erwartet werden. Die Naturschutzgebiete und Nationalparks des Inselstaates bieten wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, der durch den Sturm in großer Gefahr steht.

