Hurrikan "Erick" trifft auf Mexiko: Erdrutsche und Stromausfälle
Der als gefährlich eingestufte Hurrikan "Erick" hat die Küsten Mexikos erreicht und im südwestlichen Bundesstaat Oaxaca mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde erheblichen Schaden angerichtet. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami brachte der Wirbelsturm starken Regen und heftige Winde mit sich. Diese führten zu mindestens neun Erdrutschen auf Landstraßen und sorgten für umgestürzte Bäume und Strommasten, was sowohl Stromausfälle als auch Überschwemmungen, unter anderem in einem Krankenhaus, zur Folge hatte.
Glücklicherweise wurden bislang von den Behörden in den betroffenen Regionen keine Todesopfer gemeldet. Die Nationale Zivilschutzbehörde unter der Leitung von Laura Velázquez bestätigte, dass trotz der Intensität des Sturms der Verlust von Menschenleben bislang vermieden werden konnte. Kurz vor Erreichen des Festlandes hatte "Erick" sich zwar von der zweithöchsten Kategorie 4 auf Kategorie 3 abgeschwächt, dennoch wurde er weiterhin als "extrem gefährlich" eingestuft.
Präsidentin Claudia Sheinbaum riet in einer Pressekonferenz zur Vorsicht, da die Gefahren durch starken Regen weiterhin beträchtlich seien, obwohl sich "Erick" über Land weiter abschwächen werde. Die Behörden warnten vor ernsthaften Windschäden und lebensbedrohlichen Überschwemmungen entlang des Küstenstreifens zwischen Acapulco und Puerto Ángel.
Hintergrund ist auch, dass "Erick" nach "Barbara" bereits der zweite Hurrikan der diesjährigen Pazifik-Saison ist, die am 15. Mai begonnen hat. In Anbetracht der kürzlichen Zerstörungen durch den Hurrikan "Otis" im Oktober 2023, bei dem in Acapulco mindestens 52 Menschen ums Leben kamen, wird die wachsende Bedrohung durch starke Stürme erneut ins Bewusstsein gerückt. Experten führen die Erderwärmung als einen entscheidenden Faktor für die zunehmende Häufigkeit und Intensität solcher Wetterereignisse an.

