Hornbach Holding blüht dank solider Quartalszahlen und optimistischer Prognosen auf
Die Papiere der Hornbach Holding legten am Dienstag eine beachtliche Performance hin, welche auf florierende Baumarktgeschäfte und einen optimistischen Jahresausblick zurückzuführen ist. Mit einem bemerkenswerten Kurssprung von zeitweise fast zehn Prozent gelang es den Aktien, die 50-Tage-Durchschnittslinie zu übertreffen.
Die Kursrallye endete erst kurz vor der psychologisch wichtigen 100-Euro-Marke, gipfelte bei 96,60 Euro und präsentierte zuletzt noch einen stabilen Gewinn von gut sechs Prozent. Einflussreiche Wetterbedingungen beflügeln das erste Geschäftsquartal und stützten die starke Nachfrage im Gartensegment.
Die Konzernholding bestätigte ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr und zeigte sich bezüglich ihrer Zielspanne für das bereinigte operative Ergebnis optimistischer. Es wurde zudem betont, dass der positive Trend im ersten Quartal die Wahrscheinlichkeit erhöhe, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Lobende Worte fand Thilo Kleibauer von Warburg Research für die beeindruckenden Zahlen, auch wenn das Management bereits im Mai einen erfreulichen Trend angekündigt hatte. Trotz steigender Kosten gelang es Hornbach, durch robustes Umsatzwachstum zu punkten.
Der Analyst führte den Erfolg auf die klare Unternehmensstrategie zurück, die organisches Wachstum, Preisführerschaft und Kundenzufriedenheit priorisiere. Thomas Maul von der DZ Bank hob in seinem ersten Kommentar neben der hervorragenden Umsatzentwicklung auch die Gewinnung von Marktanteilen als weiteren positiven Faktor hervor.
Volker Bosse von der Baader Bank nannte den Zuwachs der Marktanteile in verschiedenen Ländern Europas als einen weiteren Lichtblick, während Maul die leicht rückläufige Rohertragsmarge als marginales Problem bezeichnete. Felix Dennl vom Bankhaus Metzler äußerte sich indes zurückhaltend und wies darauf hin, dass die erfreuliche Entwicklung eher den Wetterbedingungen zuzuschreiben sei als einer verbesserten Konsumentenstimmung.
Großprojekte stünden weiterhin nicht hoch im Kurs, wie es aus der Unternehmensführung hieß. Mit der nahezu erreichten 100-Euro-Marke verschafften sich die Hornbach-Aktien wieder einen kräftigen Puffer zu den Tiefstwerten, die sie Mitte April mit einem Stand von 87,50 Euro beinahe erreicht hatten.

