Hohe Zustimmung für soziale Pflichtzeit in Deutschland
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage befürworten drei Viertel der Deutschen die Einführung einer sozialen Pflichtzeit für alle Bürgerinnen und Bürger. Satte 75 Prozent der Befragten begrüßen die Idee eines mindestens sechsmonatigen gesellschaftlichen Dienstes. Lediglich 23 Prozent der befragten Personen zeigen sich ablehnend gegenüber einem solchen Modell, während sich 2 Prozent nicht dazu äußern mochten. In der Umfrage wurden als mögliche Einrichtungen für die Dienstleistung soziale Einrichtungen, die Bundeswehr und der Katastrophenschutz aufgeführt. Interessanterweise soll dieser Dienst zu einem beliebigen Zeitpunkt im Laufe des Lebens absolviert werden. Die Umfrage, durchgeführt für den 'stern' und RTL, ist repräsentativ und basiert auf den Antworten von 1.009 Menschen, gesammelt zwischen dem 13. und 14. November, mit einer statistischen Fehlertoleranz von plus/minus 3 Prozentpunkten.
Die Diskussion über eine solche soziale Pflichtzeit ist nicht neu und wird häufig im Kontext der Debatte über die Wehrpflicht geführt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich kürzlich erneut für einen allgemeinen Dienst für die Gesellschaft ausgesprochen, wobei er betont, dass eine solche Pflichtzeit, sei es in der Bundeswehr oder in sozialen Bereichen, langfristig die gerechteste Lösung sei. Das Thema bleibt auf der politischen Agenda: Die schwarz-rote Koalition einigte sich jüngst auf eine Reform des Wehrdienstes, die in einem ersten Schritt freiwillig gestaltet werden soll.

