Hohe Arbeitskosten: Deutschland unter den Spitzenreitern der EU
ein essenzieller Faktor für die Wirtschaft – im vergangenen Jahr deutlich über dem EU-Durchschnitt bewegt. Laut dem Statistischen Bundesamt lagen die Kosten pro Arbeitsstunde bei 43,40 Euro und damit an siebter Stelle innerhalb der Europäischen Union. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Wert in den EU-Ländern belief sich auf 33,50 Euro. Luxemburg führt mit den höchsten Arbeitskosten von 55,20 Euro, während Bulgarien am anderen Ende der Skala mit 10,60 Euro pro Stunde rangiert.
Die Analyse berücksichtigt sowohl Brutto-Lohnkosten als auch Lohnnebenkosten, darunter Sozialbeiträge. Diese Unterschiede reflektieren nicht nur die Produktivität der Unternehmen, sondern auch die Einflussnahme der Gewerkschaften und die steuerliche Belastung. In aufstrebenden Volkswirtschaften wie Polen stiegen die Lohnkosten im Vergleich zum Jahr 2020 um bemerkenswerte 19 Prozent. Kroatien (14,2 Prozent), Bulgarien (13,9 Prozent) und Rumänien (13,5 Prozent) verzeichneten ebenfalls erhebliche Zuwächse.
Dagegen blieb die Entwicklung in Tschechien mit nur 1,3 Prozent nahezu stabil. Deutschland befand sich mit einer Kostensteigerung von 5 Prozent im soliden Mittelfeld der EU-Staaten.

