Hoffnungsträger aus Stuttgart: Mercedes-Benz stellt den neuen CLA vor
Die Erwartungen bei Mercedes-Benz sind hoch: Mit dem innovativen CLA-Modell strebt der deutsche Luxusautobauer nach einem dringend benötigten Erfolg. Nach enttäuschenden Verkaufszahlen in China und einem damit verbundenen Gewinnrückgang erhofft sich der Konzern mit einer umfassenden Produkt- und Technologieoffensive, das Ruder herumzureißen.
Der neue CLA, erst kürzlich in Rom vorgestellt, markiert den Beginn einer neuen Ära für Mercedes' Einstiegskategorie. Das Modell ist das erste einer völlig neuen Fahrzeugfamilie und soll den Geschmack der anspruchsvollen Kundschaft treffen. Sollte dieser Plan scheitern, könnte Mercedes weiter unter Druck geraten.
Mercedes-Chef Ola Källenius betonte, dass der Erfolg dieses Modells entscheidend sei, da es auf zwei neuen Technologieplattformen basiere. Dazu gehört ein elektrischer Antriebsstrang, der sich durch besondere Effizienz auszeichne, sowie ein neues, unternehmenseigenes Betriebssystem. Dieses ermöglicht kabellose Updates, was das Fahrzeug digital quasi zeitlos und zukunftsfähig macht.
Der CLA wird zunächst als reines Elektrofahrzeug angeboten, mit einer beeindruckenden Reichweite von 792 Kilometern. Die Bestellungen starten in Kürze, der Verkaufsstart ist für den Sommer geplant. Eine Hybridversion soll Ende des Jahres in Produktion gehen und zu Beginn des nächsten Jahres erhältlich sein.
Källenius äußerte sich nicht konkret zu den Preisen, deutete jedoch an, dass der CLA, wie gewohnt, am oberen Ende seines Segments positioniert sein wird. Ein Mercedes koste zwar mehr, biete seinen Kunden jedoch auch einen deutlichen Mehrwert. Bisher startet der konventionelle CLA bei etwas mehr als 40.000 Euro, andere Modelle der Marke sind entsprechend höher oder niedriger positioniert.
Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang des Konzernergebnisses um 28 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro, während der Umsatz um 4,5 Prozent auf 145,6 Milliarden Euro sank. Für das laufende Jahr wird ein weiterer Rückgang durch verstärkten Gegenwind erwartet, ebenso ein leichter Absatzrückgang bei den Pkw, die 2024 noch bei 1,98 Millionen Einheiten lagen.

